Hours - Wettlauf gegen die Zeit

Hours - Wettlauf gegen die Zeit

ZDFneo
Hours - Wettlauf gegen die Zeit

Hours - Wettlauf gegen die Zeit

Thriller

New Orleans 2005: Nolan Hayes verliert bei der Geburt seines Kindes seine Frau Abigail. Das zu früh geborene Baby muss beatmet werden, doch ein aufkommender Hurrikan zerstört das Krankenhaus. Stromausfälle, Plünderer und Hochwasser bringen den um sein Kind kämpfenden Vater bald an den Rand seiner Kräfte, es beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit. Spannender Thriller mit dem 2013 tödlich verunglückten Paul Walker in der Hauptrolle. Nolan und seine Frau Abigail leben glücklich im Südosten der USA und freuen sich auf ihr erstes gemeinsames Kind. Fünf Wochen vor dem Termin aber setzen Wehen ein, die Mutter überlebt die komplizierte Geburt nicht. Nolans ganze Sorge gilt nun der Tochter, die an ein Beatmungsgerät angeschlossen ist. Mindestens 48 Stunden muss das Baby mit dem Respirator beatmet werden, um eine reale Überlebenschance zu haben. Doch ein verheerender Hurrikan verwüstet die Stadt und zwingt alle - Patienten wie Personal gleichermaßen -, das Gebäude zu verlassen. Nolan aber muss bleiben. Überall ist der Strom ausgefallen, doch hier gibt es wenigstens einen handbetriebenen Generator, mit dem er die Sauerstoff-Versorgung seiner Tochter sichern kann. Um sich wachzuhalten, erzählt Nolan seinem Nachwuchs von Abigail und den gemeinsamen Erlebnissen. Liebevoll versorgt er die Kleine, findet auf seinen kurzen Streifzügen durch das menschenleere Gebäude auch alles, was er für das Frühchen braucht. Ein Versuch, über ein Funkgerät Hilfe zu rufen, misslingt, Nolan bleibt auf sich allein gestellt. Auch als er vom Dach aus versucht, einen Hubschrauber auf sich aufmerksam zu machen, dreht dieser ab, weil Menschen von anderen Dächern ihn beschießen. Schließlich läuft ihm ein von Gott und der Welt verlassener Hund zu und wird unter dem Namen Sherlock sein neuer Begleiter. Das Tier wehrt dann auch erfolgreich einen gefährlichen Plünderer ab, der dem verzweifelten Vater sein letztes Essen geraubt hat. Fast zwei Tage sind inzwischen vergangen, und Nolan ist am Ende seiner Kräfte. Müdigkeit und Halluzinationen plagen ihn, als Sherlock endlich die lang ersehnten Rettungskräfte zu ihm führen kann. "Hours - Wettlauf gegen die Zeit" ist ein Survival-Thriller, der in Teilen auf wahren Begebenheiten beruht: Während der Hurrikan Katrina 2005 im Südosten der Vereinigten Staaten wütete, hatten einige Ärzte auf einer Baby-Station tatsächlich stundenlang per Hand das Notstromaggregat betrieben und dadurch mehreren Menschen das Leben gerettet. Drehbuchautor und Regisseur Eric Heisserer hat diese Geschichte souverän in Szene gesetzt. Hauptdarsteller Paul Walker glänzt in der Rolle des um das Leben seiner Tochter kämpfenden Vaters. Kurz nach Ende der Dreharbeiten starb er im Alter von nur 40 Jahren bei einem Autounfall.
ZDFneo
No-Name oder Marke?

No-Name oder Marke?

ZDFneo
Good Kill - Tod aus der Luft

Good Kill - Tod aus der Luft

ZDFneo

ZDFneo heute

DMAX ONE
Sender Zeit Zeit Titel Start Titel
ZDFneo Doku
Geschichte der Tiere TIERE Die Katze, D 2015
Hund und Katze sind die beliebtesten und treuesten Wegbegleiter des Menschen. "Terra X: Geschichte der Tiere" erzählt alles Wissenswerte dieser Erfolgsstory. Im Mittelpunkt dieser Folge steht die Geschichte der Katze. Vor etwa 11 000 Jahren kommt sie auf samtenen Pfoten und mit scharfen Krallen aus der Wildnis und erobert sich einen Platz in der Zivilisation. Ihrem Wesen nach aber bleibt die Hausmieze eine Wildkatze. Der deutsche Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky hat einmal über die Katze gesagt, sie sei das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet habe, er müsse es versorgen, ohne dass es selbst dafür etwas tun müsse. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Der Mensch liebt die Katze, füttert sie, überhäuft sie mit Zuwendung und gibt ihr ein Zuhause. Im Gegenzug demonstriert sie ihre Unabhängigkeit und zeigt sich überaus eigensinnig. Die Katze gehorcht nicht, will sich nicht unterordnen und bleibt ein sturer Einzelgänger. Selbst die treueste und verschmusteste Katze der Welt kann schon mal von heute auf morgen die Beziehung zu ihrem Besitzer beenden und grußlos für immer verschwinden. Katzenhalter können sich ihres unberechenbaren Mitbewohners nie hundertprozentig sicher sein. Dabei ist es die Katze - genauer gesagt die Falbkatze - die vor rund 11 000 Jahren in einer Art "Selbstdomestikation" die Welt des Menschen betritt. Doch anders als der Hund wartet das kleine Raubtier damit, bis die Jäger und Sammler des Alten Orients das Feuer beherrschen und sesshaft sind. Ihre Karriere beginnt sie als Resteverwerter und erfolgreicher Mäusejäger. Kein anderes Haustier beherrscht die Technik des Lauerns, des schnellen Zugriffs und Tötens so wie die Katze. Die Jungsteinzeitler schätzen sie dafür. Und nicht nur sie. Wo immer in den folgenden Jahrtausenden auf dem Globus Siedlungen entstehen, gehört mindestens eine Katze zum Haushalt. Kultische Verehrung erfahren die Samtpfoten vor allem im Alten Ägypten. Forscher sagen, dass das Pharaonenreich ihren Wohlstand auch den Katzen zu verdanken habe, die in den zahlreichen Getreidespeichern Ratten und Mäusen nachstellten. Für ihre wertvollen Dienste werden die Jäger sogar vergöttlicht. Millionen enden trotzdem als Opfergabe an die Katzengöttin Bastet, die Ägypter kaufen von Händlern teure Katzenmumien. Mehr als einmal werden die Käufer dabei über den Tisch gezogen, wie jüngste Untersuchungen offenbaren. Nicht in jedem Exemplar ist auch tatsächlich Katze enthalten. Die Wissenschaftler entdeckten auf den Röntgenbildern Hölzer, Hunde- und andere Tierknochen. Die Nachfrage hat das Angebot zeitweise offensichtlich bei Weitem überstiegen. Das erklärt vielleicht auch, warum die Pharaonen den Export von Katzen in fremde Länder unter Todesstrafe gestellt haben. Um 500 vor Christus gelangen über Griechenland trotzdem die ersten Katzen nach Europa und vermischen sich mit der dort heimischen Wildkatze. In Italien erobern sie als exotische Luxusgeschöpfe zunächst die Herzen der reichen Damen, bevor sie im Römischen Reich auch kultische Weihen erhalten. Erst ab dem 2. Jahrhundert nach Christus ist die Katze ein Haustier für alle und erweist sich als nützlicher Jäger auf üble Nager. Marder und Wiesel, die dafür immer eingesetzt wurden, sind schon bald aus dem Rennen - auch deshalb, weil Katzen nicht so stinken und viel reinlicher sind. Im nebligen Germanien beginnt man, die Wildkatze anzuhimmeln. Sie ist aber nicht domestiziert, sondern als mystische Begleiterin der Fruchtbarkeitsgöttin Freya vorbehalten. Mit der Christianisierung jedoch folgt der tiefe Fall. Die Katze wird als Geschöpf des Teufels, der Hexen und Dämonen verdammt und später manchmal auch auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ihr schlechtes Image hält sich über Jahrhunderte. Noch im späten Mittelalter entstehen zahlreiche Sprichwörter, Mythen und Legenden - alle mit eindeutig negativer Botschaft. Nach damaligem Verständnis verkörpern Katzen weibliche Laster. Sie gelten als unmäßig, diebisch, treulos und sündig. Das halbwilde, unkontrollierbare Wesen von Katzen, die nächtlichen Jagdausflüge und das lautstarke Paarungsverhalten sorgen bis ins 18. Jahrhundert für Misstrauen und Verfolgungsexzesse durch Kirche und Staat. Erst ab dem 19. Jahrhundert gewinnt die Katze wieder an Ansehen. Dafür sorgt unter anderem der deutsche Zoologe Alfred Brehm. Inzwischen ist sie gesellschaftlich rehabilitiert, geliebt und bewundert. Manche von ihnen sind prominent, einige kosten ein Vermögen, Millionen leben als eigenwillige Stubentiger auf dem Sofa.
ZDFneo Doku
Der erste Freund des Menschen DOKUMENTATION, D 2019
Die Freundschaft zwischen Mensch und Hund ist legendär. In atemberaubenden Bildern zeigt "Terra X", was Wissenschaftler über die Beziehung der ungleichen Partner herausgefunden haben. Wann wurde der erste Wolf gezähmt? Warum blieb das mächtige Raubtier beim Menschen? Wie beeinflusste der Hund die Entwicklung des Menschen? Neueste Ergebnisse der Paläogenetik, Verhaltensforschung und Zoologie geben erstaunliche Antworten auf diese Fragen. Dass der Hund das erste Haustier des Menschen war, hatten Wissenschaftler schon lange vermutet, aber das Team von Prof. Burger war dann doch sehr erstaunt, dass Menschen und Wölfe offenbar viel früher zusammenlebten als bisher angenommen. "Unsere Daten haben ergeben, dass der Zeitraum, der am wahrscheinlichsten für die Domestikation ist, zwischen 20 000 und 40 000 Jahren lag", fasst Burger die Ergebnisse seines Teams zusammen. "Das ist geradezu ein unwahrscheinliches Ergebnis! Es ist ja relativ einfach, ein Tier zu domestizieren, wenn man es an das Haus binden kann. Aber diesen Vorteil hatten die Jäger und Sammler nicht. Sie lebten in hoch mobilen Gruppen, die ihren Beutetieren hinterherziehen mussten. Unter diesen Umständen die Konstanz für eine Domestizierung aufzubringen und Züchtung zu betreiben, das ist eine besonders große Leistung." Eine Leistung, die offenbar nicht nur zu gravierenden Veränderungen im Leben des Hundes führte, sondern auch den Menschen veränderte. Prof. Kurt Kotrschall vom Wolfsforschungszentrum Ernstbrunn in Österreich ist sich sicher: "Man kann durchaus sagen, dass Hunde während des Sesshaftwerdens des Menschen eine große Rolle gespielt haben. Zu dieser Zeit wurden auch Schaf, Rind und Ziege domestiziert. Die Leute begannen, halbnomadisch mit diesen Tieren zu leben, was ja wirtschaftlich sehr erfolgreich war, und das wäre ohne den Hund nicht gegangen. Damals gab es überall, wo Vieh gehalten wurde - also im Fruchtbaren Halbmond, im Nahen Osten, bis in die zentralasiatischen Steppen - viele Wölfe. Das heißt, es wäre völlig undenkbar gewesen, dass Menschen ohne die Hilfe des Hundes Schaf und Rind domestiziert hätten. So gesehen, haben Hunde einen riesigen Beitrag für die folgenden Kulturentwicklungen geleistet. Heute unterstützt der Hund den Menschen noch immer als Hütehund, übernimmt aber auch immer höher spezialisierte Aufgaben als Spür-, Jagd-, Minen-, Schlitten- und sogar als Therapiehund. Die meisten der freundlichen Vierbeiner werden allerdings gezüchtet, um Teil einer menschlichen Familie zu werden. Längst haben sie ihre Kommunikation auf den Menschen umgestellt. Kein anderes Tier versteht die Mimik und Gestik des Menschen so gut wie der Hund. Sogar das Bellen sehen die Forscher als Antwort auf den "redseligen" Partner Mensch an.
ZDFneo Doku
Faszination Erde - mit Dirk Steffens LAND UND LEUTE Seychellen - Bewahrer verlorener Schätze, D 2019
Inseln sind den Naturgewalten machtlos ausgeliefert. Umso erstaunlicher ist eine Inselgruppe im Indischen Ozean, die seit Urzeiten verlorene Schätze bewahrt: die Seychellen. Die Seychellen haben Naturwunder der Vergangenheit konserviert und bieten dem Leben immer noch einen Zufluchtsort. Dirk Steffens entdeckt auf den abgeschiedenen Inseln, die berühmt sind für ihre Traumstrände, unerwartete Phänomene. Sie ist eine biologische Sensation: die Seychellenpalme. Ihre Frucht, die Coco de Mer, gleicht einem weiblichen Becken. Der größte Samen im Pflanzenreich erhielt seinen Namen "Meereskokosnuss" durch ein Missverständnis. Er wurde früher an den Küsten der Malediven, Indonesiens und Südafrikas immer wieder angespült, ohne dass jemand seine Herkunft erklären konnte. Die Seefahrer von einst berichteten von schwimmenden Nüssen im Ozean, die an einem riesenhaften Baum auf dem Grunde des Meeres wüchsen. So nahmen die Menschen an, dass es sich um eine Meereskokosnuss handeln müsse. Dabei gibt es die Coco de Mer weltweit nur auf zwei kleinen Inseln der Seychellen. Dort wächst auch eine ganz besondere Pflanze: Sie ist in der Lage, Vögel zu töten. Die Samen des Pisonia-Baums sind von zähflüssigem Schleim überzogen und mit kleinen Haken besetzt. Deshalb haften die Samen am Gefieder der Vögel. Die Last für manche Vögel kann so groß werden, dass sie nicht mehr fliegen können. Wenn sich ein Vogel nicht mehr von den Samen befreien kann, verhungert er oder wird leichte Beute für Jäger. Für die Pflanze ein Vorteil: Sie schlägt ihre ersten Wurzeln auf den Kadavern der Vögel. Keine Insel der Seychellen ist so bedeutsam für das Bewahren einer Urzeitwelt wie das Aldabra-Atoll. Das mit einem Umfang von 100 Kilometern größte Korallen-Atoll im Indischen Ozean wird von Forschern oft als lebendes naturhistorisches Museum bezeichnet. In völliger Abgeschiedenheit lebt dort die größte Kolonie von Riesenschildkröten. Die Tiere gehören zu den am längsten lebenden der Welt. Doch wie sind sie dorthin gekommen? Und welche Herausforderungen müssen sie meistern, um auch in Zukunft auf den Seychellen eine sichere Heimat zu finden? Die Seychellen zeigen jenseits von Sonne, Strand und Meer, dass die zahllosen Inseln der Meere für unser Leben eine einzigartige Funktion erfüllen. Sie sind die Archen, die durch ihre Abgeschiedenheit längst verloren geglaubte Schätze bewahren können. Nicht nur über, sondern auch unter Wasser. Doch die Reichtümer sind in Gefahr. Dirk Steffens erkundet Korallenriffe, die vom Klimawandel bedroht sind und von Menschenhand gerettet werden müssen. Er begibt sich auf die Spur von Haien, die bis an den Rand der Ausrottung gejagt wurden und jetzt wieder eine Zukunft haben sollen. Dabei entdeckt er die verborgenen Gründe, die es den Inseln ermöglichen, die Vergangenheit zu bewahren und hoffentlich auch die Zukunft zu behüten.
ZDFneo Doku
Faszination Erde - mit Dirk Steffens LANDSCHAFTSBILD Kongo - Ein Fluss, zwei Welten, D 2018
Der Kongofluss - ein reißender Strom, mitten im Herzen Afrikas. Er teilt die Region und schafft unterschiedliche Welten: Zwischen Primaten herrscht nördlich Krieg - südlich aber Frieden. Der Kongo durchschneidet ein riesiges Regenwaldgebiet. In der Region leben drei Menschenaffenarten, deren unterschiedliche Entwicklung eng mit dem Fluss verbunden ist. Der Kongo hat die Geschichte der Region entscheidend beeinflusst - er ist ihr Schicksal. Hektisches Treiben und Kreischen mitten im dichten Urwald nördlich des Kongoflusses: Hier gehen unsere nahen Verwandten - die Schimpansen - gerade auf die Jagd. Doch um Nahrung geht es nicht: Die Tiere wollen Eindringlinge vertreiben. Im Norden des Kongobeckens herrscht Krieg unter den Primaten - die Schimpansen sind aggressiv, sie töten - und sie sind Kannibalen. Doch es gibt eine andere Art, die uns ebenso nah verwandt ist und die den Schimpansen zum Verwechseln ähnlich sieht: die Bonobos. Sie leben in den Wäldern südlich des Kongoflusses. Und sie sind ganz anders als die Schimpansen. Die Anführer sind Weibchen. Wenn es in der Gruppe Konflikte gibt, lösen sie die Bonobos auf eine ganz eigene Art - mit Sex. Bonobos haben sieben Mal häufiger Sex als Schimpansen. Und bei den Bonobos kann jeder mit jedem Sex haben: Es gibt heterosexuelle und homosexuelle Kontakte, Sex zwischen Individuen unterschiedlichen Alters und sogar manuelle Stimulation zur Befriedung von Streitigkeiten. So bauen die Bonobos Spannungen ab. Sie gelten als die "Hippies" unter den Primaten. Doch warum verhalten sich Schimpansen aggressiv und Bonobos friedlich? Dirk Steffens begibt sich mit Forschern auf einen tagelangen Fußmarsch in den abgelegenen Dschungel des Kongobeckens, um den Verhaltensunterschieden auf die Spur zu kommen. Die einzige geografische Grenze zwischen den Arten ist der reißende Kongofluss. Er ist für die Tiere eine unüberwindliche Barriere, und er hat vermutlich eine entscheidende Rolle gespielt bei der Entwicklung der verschiedenen Verhaltensmuster. Eine Schlüsselrolle kommt wahrscheinlich der dritten Primatenart im Kongobecken zu: den Gorillas. Ihr Verbreitungsgebiet liegt nördlich der Barriere - in der Nachbarschaft der Schimpansen. Der mächtige Strom entstand einst durch gewaltige geologische Prozesse, die das gesamte Herz Afrikas veränderten. Der ostafrikanische Grabenbruch ließ zwei völlig unterschiedliche Lebensräume entstehen: Savanne und Regenwald. Will man heute einen Eindruck von diesen Urkräften spüren, muss man einen Vulkan erklimmen, um in den größten Lavasee der Welt zu schauen. Dirk Steffens nimmt die Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise zu einem der aktivsten und gefährlichsten Vulkane der Welt, dem 3500 Meter hohen Vulkan Nyiragongo in der Demokratischen Republik Kongo. Dieser Blick in das gewaltige Innere der Erde fasziniert selbst einen weit Gereisten. Die geologischen Kräfte, die diesen Vulkan bis heute am Brodeln halten, haben vor einer Million Jahre nicht nur Zentralafrika geteilt, sondern auch den gewaltigen Kongofluss entstehen lassen. Wie eine Schneise durchzieht er seither den Regenwald des Kongobeckens. Fast 4500 Kilometer lang, bis zu 14 Kilometer breit und fast so tief wie der Bodensee, ist er nicht nur eine Barriere für alles Leben im Kongo. Zugleich ist er auch Leben spendend für die Menschen, die hier wohnen. Die Fischer des Volkes der Wagenia haben ausgeklügelte Fangmethoden entwickelt und machen sich dabei Stromschnellen zunutze. Der Kongofluss hat das Schicksal der Region geprägt. Die Menschen der Demokratischen Republik Kongo leiden unter Armut und andauernden Konflikten. Mit seinen Bodenschätzen weckt das Land bis heute Begehrlichkeiten. Es begann mit einer grausamen Kolonialherrschaft. Das Fenster für Abenteurer und Geschäftemacher war der mächtige Fluss. Er ermöglichte den Eroberern überhaupt erst den Zugang zu dem wilden und verborgenen "Herzen Afrikas". Die Bonobos sind heute bedroht. Der Mensch nimmt ihnen ihren Lebensraum. Doch es gibt Hoffnung. Im Bonobo-Waisenhaus werden Jungtiere aufgepäppelt, um sie später auszuwildern und stabile Populationen aufzubauen. Für Dirk Steffens geht dort ein Traum in Erfüllung: den friedlichen und neugierigen Tieren einmal ganz nah zu kommen. Dabei ist zu spüren: Das Leben in der Kongo-Region ist schrecklich und schön zugleich.
ZDFneo Doku
Tropenfieber DOKUMENTATION Vorstoß am Orinoco - Humboldts Entdeckungen in Südamerika, D 2007
1799 reist Alexander von Humboldt gemeinsam mit Aimé Bonpland in den Regenwald Südamerikas. Er will beweisen, dass es eine Verbindung zwischen dem Orinoco und dem Amazonassystem gibt. Die Reise im Kanu ist abenteuerlich, strapaziös und voller Gefahren. Doch Humboldt und Bonpland kämpfen sich durch die grüne Hölle und sammeln biologische Erkenntnisse in einem Ausmaß, wie es noch nie einer Expedition gelungen war. Vor allem durch seine guten Beziehungen zu den Indios dringt der vermessungs- und detailwütige Humboldt in zahllose unbekannte Sphären vor. Bis die kleine Reisegruppe nahe einer abgelegenen Handelsmission vom Malariafieber aufgehalten wird. Alexander von Humboldt wird bis heute als der erste große Naturforscher verehrt. Weltweit sind Gebirge, Meeresströmungen, Tiere und ganze Regionen nach ihm benannt. Jüngst hat Daniel Kehlmanns Roman-Bestseller "Die Vermessung der Welt" das Humboldt-Fieber neu entfacht. Der reisende Gelehrte des 18. Jahrhunderts gilt als der erste wirkliche Ökologe, als der erste Naturforscher, der die systemischen Zusammenhänge auf der Erde erkannte. Humboldt-Experte Frank Holl befasst sich seit Jahren mit den schriftlichen Hinterlassenschaften und den Exponaten Humboldts. Vor dem heute heiß diskutierten Klimawandel, so Holl, warnte Humboldt bereits vor 200 Jahren.
ZDFneo Doku
Tropenfieber - Logbuch Bounty GESCHICHTE Das Rätsel der Meuterei, D 2007
Die Reise der "HMS Bounty" ist eine der berühmtesten der Geschichte. Die "Bounty" soll auf Tahiti Brotfruchtpflanzen sammeln. Sie sollen als billiges Nahrungsmittel für Sklaven dienen. Tatsächlich erfüllt die Crew der "Bounty" ihre Aufgabe zunächst reibungslos. Doch auf der Weiterfahrt kommt es am 28. April 1789 zur Katastrophe. Unter Führung Fletcher Christians meutert die Mannschaft und setzt den Kapitän mit wenigen Getreuen in einem Beiboot aus. In einer nie da gewesenen nautischen Meisterleistung navigiert der Kapitän die Schaluppe über 5800 Kilometer nach Timor im heutigen Indonesien. Einen Großteil der Meuterer verschlägt es nach einer Irrfahrt auf die Insel Pitcairn, wo sie das Schiff versenken. Ihre Nachfahren leben noch heute dort. Fünfmal wurde der Stoff verfilmt, allein dreimal von Hollywood. Doch alle Verfilmungen verfälschten die wahren Geschehnisse auf der "Bounty". Der Matrosen peitschende Tyrann, als der er auf der Leinwand meist erscheint, war William Bligh nicht. Vielmehr galt er seinerzeit als besonders menschenfreundlicher und humaner Kapitän, der auf die Gesundheit seiner Mannschaft achtete. Sein berühmt gewordener Gegenspieler Fletcher Christian war - so belegen neuere Forschungen - ein psychisch überaus labiler Mensch, der sich dem nur wenig älteren Bligh nicht unterordnen wollte. Der lange Aufenthalt auf Tahiti hatte in den Männern die Sehnsucht nach süßem Nichtstun geweckt. Blighs Versuche, die Disziplin aufrechtzuerhalten, waren vergebens. Ein Aufsehen erregender Prozess in England sollte die Geschehnisse nach Blighs Rückkehr klären. Die Angehörigen der Meuterer taten das ihrige, um den Ruf ihrer Verwandten zu retten. Bereits hier begann die Legendenbildung um die Helden der "Bounty", die sich gegen die Unterdrückung erhoben. Aber was geschah wirklich in jener schwül-heißen tropischen Nacht zum 28. April? Bis heute liegen William Blighs Logbücher von der "Bounty" in der Mitchell Library im australischen Sydney. Der Forscher Antony Zammit hat bei der Restaurierung der beiden Bände Entdeckungen gemacht, die den Ablauf der Geschichte in einem neuen Licht erscheinen lassen. Eine Geschichte von Verrat und Fälschung, von Pflichterfüllung und Versuchung und vom Traum von einem besseren Leben.
ZDFneo Doku
Rätselhafte Phänomene DOKUMENTATION Verschwundene Inseln und wandernde Steine, D 2018
Die Natur steckt voll seltsamer und faszinierender Erscheinungen. In dem Zweiteiler "Terra X: Rätselhafte Phänomene" begibt sich Dirk Steffens auf die Suche nach Erklärungen. Alte Landkarten verzeichnen vor der Küste Siziliens eine Insel, von der heute nichts mehr zu sehen ist. Vor der Küste Japans scheinen Relikte einer uralten Zivilisation zu liegen, und in der Wüste Nevadas wandern Steine. Die Erde wird seit Jahrmillionen von den Kräften der Natur geformt. Dabei entstehen fantastische Landschaften und rätselhafte Phänomene: Canyons, die von unglaublicher Schönheit, aber auch voller Gefahren sind, Berge, die urplötzlich mitten im Meer entstehen, oder geschmolzenes Gestein, das erstaunlich regelmäßige Strukturen annimmt. Für "Terra X" erkundet Dirk Steffens weltweit Phänomene, die auf den ersten Blick kaum zu erklären sind. Was hat Basalt zum Beispiel mit Schneeflocken und Bienenwaben zu tun, oder wie entsteht das geheimnisvolle Leuchtfeuer des Nordlichts?
ZDFneo Doku
Rätselhafte Phänomene DOKUMENTATION Erdlöcher und blaue Wunder, D 2018
Die Natur steckt voller seltsamer und faszinierender Erscheinungen. In dem Zweiteiler "Terra X: Rätselhafte Phänomene" begibt sich Dirk Steffens auf die Suche nach Erklärungen. Da tun sich Erdlöcher plötzlich auf, Schiffe versinken auf ruhiger See, und ein Vulkan scheint blaue Lava zu speien. Im Internet kursieren Bilder von unheimlichen Naturschauspielen. Sie werfen die Frage auf: Was ist echt, und was ist Fake? In der zweiten Folge ist Dirk Steffens sowohl in den USA als auch in Schottland und in Indonesien unterwegs. In Nordamerika stößt er dabei auf die sogenannten Sinkholes, Erdlöcher. Vor allem im Urlaubsparadies Florida reißt immer wieder vollkommen unerwartet die Erde auf, und metertiefe Löcher und Krater entstehen. Es gibt dort eine regelrechte "Sinkhole Alley" - die "Erdloch-Allee". Allerdings sind auch andere Länder nicht vor solchen Überraschungen gefeit. In Thüringen etwa gibt es 10 000 solcher Sinkholes. Zusammen mit Wissenschaftlern erklärt Dirk Steffens das Georisiko "Karstboden" und zeigt an anderen Orten der Welt, wie schön manche Erdfälle sein können. Manchmal spielt bei der Entstehung von Erdlöchern und Kratern auch das facettenreiche Gas Methan eine Rolle. Methan ist für viele geheimnisvolle Phänomene auf der Welt verantwortlich. Dirk Steffens zeigt auf, wie das Gas entsteht, und erklärt manche rätselhafte Methan-Erscheinung wie etwa die sagenumwobenen Irrlichter. In Indonesien erlebt Dirk Steffens am Ende seiner Expedition sein blaues Wunder. Auf Java, einer der Hauptinseln, reiht sich ein Vulkan an den anderen. Einer der 38 Feuerberge birgt ein leuchtendes Geheimnis. Erst bei Dunkelheit wird es sichtbar. Für "Terra X" verbringt Dirk Steffens die Nacht auf dem Vulkan und zeigt, wie auch hier die Gesetze der Natur faszinierende Phänomene entstehen lassen.
ZDFneo Doku
Die Reise der Menschheit DOKUMENTATION Der Aufbruch, D 2018
Menschen wandern, seit es sie gibt. Weil sie auf ein friedlicheres oder leichteres Leben hoffen. Die Geschichte des Menschen ist eine Geschichte seiner Bewegung über die Erde. Ohne Migration gäbe es die Welt nicht, wie wir sie kennen. Sie macht unsere Kulturen zu dem, was sie heute sind. Denn mit den Menschen wandert alles: Know-how und Kapital, Sprache und Religion, Gene und Krankheiten, Pflanzen und Tiere. Die Reise der Menschheit beginnt, als es Homo sapiens vor etwa 60 000 Jahren gelingt, Afrika zu verlassen und überall auf der Erde heimisch zu werden. Was ihn antreibt, die Welt zu erkunden, wissen wir nicht. Vielleicht Hunger, Neugier, wahrscheinlich auch die Hoffnung auf ein besseres Leben? Etwa 2000 Generationen braucht der Mensch, um alle bewohnbaren Kontinente zu besiedeln. Mit 50 Kilometern pro Generation, so schätzen Forscher, überwindet er Berge, Meere, Wüsten und Flüsse, immer auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen für sich und seine Nachkommen. Die unterschiedlichen Gemeinschaften entwickeln spezifische Fähigkeiten, um sich ihrer jeweiligen Umwelt anzupassen. Sie haben kaum Berührungen miteinander, und doch verläuft vieles auf den Kontinenten nahezu gleichzeitig. Ab etwa 10 000 vor Christus beginnen die Menschen, Siedlungen zu gründen, Pflanzen zu kultivieren und Nutztiere zu halten. Doch die Sesshaftwerdung bedeutet nicht das Ende der Reise. Neue Techniken machen neue Landschaften urbar, die Menschheit wächst und damit der Kontakt, den die Gruppen untereinander haben. Es entstehen Handelsnetzwerke, die in ihrer Größe beeindruckend sind. In der Bronzezeit beschleunigt die Gier nach Rohstoffen diese Entwicklung. Fachleute, die sich mit der begehrten Metallverarbeitung auskennen, durchreisen ganz Europa, um als Bergleute oder Händler ihr Leben zu bestreiten. Der sogenannte "Bogenschütze von Amesbury" beispielsweise wurde in der Nähe des Steinkreises von Stonehenge beerdigt. Die Analyse seiner Leiche zeigt, dass er ursprünglich aus der Alpenregion stammt. Vermutlich ist er ein Handwerker, den die Großbaustelle Stonehenge hierher geführt hat. Mit der Entstehung des Römischen Reiches ab dem 1. Jahrtausend vor Christus erreicht die Mobilität der Bewohner einen neuen Höhepunkt. Nun gibt es einen Großraum mit guter Infrastruktur. Hier wird in einer einheitlichen Währung bezahlt und einheitliches Recht gesprochen. Nie zuvor war es so leicht, seinen Wohnsitz zu verlegen. Teil dieses gesicherten Raumes zu sein, ist Ziel Hunderttausender. Sie wandern in Massen ein, leisten Militärdienst und werden so zu römischen Bürgern. Andere werden als Sklaven dorthin verschleppt und haben erstaunliche Möglichkeiten, sozialen Aufstieg zu erleben. Durchlässigkeit der Grenzen und Einbindung anderer sind über Jahrhunderte Garant der Stabilität. Doch es sind wohl auch diese Faktoren, die das Reich schließlich zu Fall bringen. Was folgt, ist die Völkerwanderung, heute "Transformationszeit" genannt. Es ist eine Kettenreaktion, in deren Verlauf zahllose Völker ihre Lebensräume über Tausende Kilometer verschieben. Der großen Menge ist das Römische Reich, das zugleich mit einer innenpolitischen Krise ringt, irgendwann nicht mehr gewachsen - und zerbricht. In den nachfolgenden Jahrhunderten vermischen sich Kulturen, Religionen und Ethnien immer schneller. Große Kulturen entstehen in Europa - aber auch auf den anderen Kontinenten, ohne dass die Menschen voneinander wissen. Das ändert sich erst, als Königin Isabella von Spanien Ende des 15. Jahrhunderts eine folgenschwere Entscheidung trifft. In drei Teilen zeichnet "Terra X"-Moderator Dirk Steffens die Reise der Menschheit nach, unterstützt von dokumentarischen Spielszenen und aufwendigen Computeranimationen. Er trifft auf Migrationsexperten, Historiker und experimentelle Archäologen, deren Forschungsgegenstand die immerwährende Reise ist.
ZDFneo Doku
Die Reise der Menschheit DOKUMENTATION Fremde Welten, D 2018
Menschen wandern, seit es sie gibt. Weil sie auf ein friedlicheres oder leichteres Leben hoffen. Die Geschichte des Menschen ist eine Geschichte seiner Bewegung über die Erde. Ohne Migration gäbe es die Welt nicht, wie wir sie kennen. Sie macht unsere Kulturen zu dem, was sie heute sind. Denn mit den Menschen wandert alles: Know-how und Kapital, Sprache und Religion, Gene und Krankheiten, Pflanzen und Tiere. Als Christoph Kolumbus 1492 amerikanischen Boden betritt, setzt er eine völlig neue Migrationsbewegung in Gang. Die ausgreifenden Europäer bringen fast alle 500 Millionen Menschen, die damals die Welt bevölkern, direkt oder indirekt in Bewegung. Wo immer in Nord- und Südamerika, Asien, Afrika oder Australien Europäer siedeln und herrschen, importieren sie Pflanzen und Tiere, Religion und Sprache, aber auch Krankheiten. Die Folgen sind dramatisch: 100 Jahre nach Kolumbus sind mehr als 90 der 100 Millionen Ureinwohner Amerikas tot, vor allem durch importierte Viren, gegen die sie nicht immun sind. Den Kolonialisten fehlen nun die Arbeitskräfte. So zieht eine Katastrophe die nächste nach sich: Über zwölf Millionen afrikanische Sklaven werden als Ersatz in die "Neue Welt" verschleppt. Viele Forscher glauben, dass die Deportation ganzer Generationen junger Menschen bis heute für die Probleme Afrikas mitverantwortlich ist. Mit dem Beginn des 17. Jahrhunderts expandieren Europäer auch nach Osten, gründen etwa die Niederländische Ostindien-Kompanie. Für ihre Handelsstützpunkte im heutigen Indonesien werden fast eine Million junger Europäer als Arbeitskräfte angeworben, die meisten sind Deutsche auf der Suche nach Wohlstand. Wer die lange Reise und harte Arbeit überlebt, kehrt in die Heimat zurück. Es sind Migranten auf Zeit. In drei Teilen zeichnet "Terra X"-Moderator Dirk Steffens die Reise der Menschheit nach, unterstützt von dokumentarischen Spielszenen und aufwendigen Computeranimationen. Er trifft auf Migrationsexperten, Historiker und experimentelle Archäologen, deren Forschungsgegenstand die immerwährende Reise ist.
ZDFneo Doku
Die Reise der Menschheit DOKUMENTATION Welt in Bewegung, D 2018
Menschen wandern, seit es sie gibt. Weil sie auf ein friedlicheres oder leichteres Leben hoffen. Die Geschichte des Menschen ist eine Geschichte seiner Bewegung über die Erde. Ohne Migration gäbe es die Welt nicht, wie wir sie kennen. Sie macht unsere Kulturen zu dem, was sie heute sind. Denn mit den Menschen wandert alles: Know-how und Kapital, Sprache und Religion, Gene und Krankheiten, Pflanzen und Tiere. Die industrielle Revolution katapultiert die Welt im 19. Jahrhundert in eine neue Phase. Das Zeitalter der Massenmigration ist angebrochen, erleichtert durch völlig neue Arten von Verkehrsmitteln und Kommunikation. Die Eisenbahn beschleunigt das Reisen auf den Kontinenten. Das Dampfschiff ermöglicht transkontinentale Reisen selbst für weniger Vermögende. Zwischen 1850 und 1950 wandern etwa 50 Millionen Europäer in die USA aus. Viele bewegt die Hoffnung auf mehr politische Freiheit und auf ein Leben ohne Not und Entbehrungen. Auch die Bewegungen auf den anderen Kontinenten nehmen nie da gewesene Ausmaße an. In der Folge entsteht die Frage: Wer darf rein, wer muss draußen bleiben? Gesetze, Grenzen und Behörden, die Ein- und Auswanderung regeln sollen, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Nationalismus wird zur prägenden Ideologie des 19. Jahrhunderts. Grob umrissene Interessengebiete oder Vielvölkerreiche weichen Nationalstaaten, die sich über klare Grenzen definieren. Begriffe wie "Nation" und "Volk" entscheiden darüber, wer nun in ein Land gehört und wer nicht. Die Weltkriege und deren katastrophale Folgen setzen im 20. Jahrhundert unzählige Menschen in Bewegung. Die Vertreibung der Juden aus Europa durch die Nationalsozialisten, die Verschiebung von mehr als zwölf Millionen Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten nach Westdeutschland oder die Umsiedlung von 25 Millionen Muslimen infolge der Trennung von Indien und Pakistan sind riesige Massenmigrationen der Geschichte. Die zahllosen kleineren Migrationswellen treten demgegenüber schon fast in den Hintergrund, und doch hat es sie immer gegeben. Für den Einzelnen sind sie in ihren Konsequenzen ebenso bedeutsam. Auch heute sind viele Menschen unterwegs. 255 Millionen Menschen leben nach aktuellen Angaben der UN nicht in dem Land, in dem sie geboren wurden. Nur ein Teil von ihnen ist aus ihrer Heimat geflohen. Die überwiegende Anzahl migriert aus anderen Gründen. Für Migrationsforscher ist die Zahl, gemessen an der Weltbevölkerung, nicht außergewöhnlich hoch. Denn es hat immer Migrationsbewegungen gegeben, die teilweise zu Fortschritt führten und teilweise in Katastrophen. Doch sie alle haben etwas Neues entstehen lassen, und so ist die Welt in ihrem heutigen Zustand das Resultat der immerwährenden "Reise der Menschheit". In drei Teilen zeichnet "Terra X"-Moderator Dirk Steffens die Reise der Menschheit nach, unterstützt von dokumentarischen Spielszenen und aufwendigen Computeranimationen. Er trifft auf Migrationsexperten, Historiker und experimentelle Archäologen, deren Forschungsgegenstand die immerwährende Reise ist.
ZDFneo Doku
Deutschlands Städte DOKUMENTATION Macht und Reichtum (Folge: 1), D 2014
Deutschland ist Städteland. "Terra X" erzählt von den Katastrophen und Triumphen, die unsere Städte durchlebten. Welche Menschen, Ideen und Erfindungen machten die Städte so erfolgreich? Warum wurde Frankfurt die Stadt der Hochhäuser und Banken, warum dreht sich in Köln alles um den Dom, und was ist der Grund für Nürnbergs Aufstieg zur Handelsmetropole? Der Film zeigt die historischen Wendepunkte, die unsere Handelsstädte erschufen. Historische Inszenierungen zeigen das Stadtleben im Mittelalter. Eindrucksvolle 3-D-Modelle beschreiben, wie sich unsere Stadtformen über die vergangenen 1000 Jahre verändert haben - und immer noch rasant wachsen. "Terra X" schildert dramatisch den historischen Kern des Erfolgs unserer Städte - und zeigt, wie sie sich für die Zukunft rüsten. In kurzen Essays beantwortet Harald Lesch dabei die Fragen: Was sind unsere beliebtesten Städte? Seit wann gibt es in Deutschland überhaupt Städte? Und: Macht das Leben in den Städten die Menschen eigentlich klüger als das Leben auf dem Lande, warum sind Städter so produktiv und effizient? Städte sind seit jeher Magneten. Der Run auf unsere Metropolen war immer ungebrochen, und er setzt sich fort.
ZDFneo Doku
Deutschlands Städte DOKUMENTATION Glanz und Gloria (Folge: 2), D 2014
Deutschland ist Städteland. "Terra X" dokumentiert die Entstehung unserer prachtvollen Residenzstädte und erzählt die unglaublichen Geschichten von ihrer Gründung und ihren Schicksalsstunden. Am Anfang stand immer der Entschluss eines selbstbewussten Herrschers: Hier baue ich meine Stadt. Und so entstanden München und Berlin, aber auch Mannheim und Dresden im Niemandsland, und immer an einem Fluss. Ideale Städte, minutiös geplant. Sie sollten die Vision ihrer Herren verkörpern und dadurch Reichtum, Macht und Kreativität an sich ziehen. Neben den Palästen gab es bald repräsentative Museen, Universitäten, Promenaden und Parks: eben die deutsche Residenzstadt, über Jahrhunderte der Inbegriff von Kultur und Lebensart. "Terra X" zeigt, welche planerischen Ideen unsere Residenzstädte so erfolgreich machten und warum gerade sie so zukunftsfähig sind. Beispiel Mannheim: Die internationale Siedlungspolitik des Kurfürsten Karl Ludwig im 17. Jahrhundert lockte unternehmungslustige Migranten aus ganz Europa an den Rhein, hier garantierte der Herrscher allen Konfessionen Schutz und Gewerbefreiheit. Das Ergebnis: Mannheim wurde zum "Thinktank" der Industrialisierung - ein idealer Platz für Ingenieure, Erfinder und Unternehmer. Eigentlich alles, was Räder hat, ist erstmals in Mannheim gerollt: das Laufrad, das erste Automobil, der erste Traktor und sogar das erste Raketenflugzeug der Welt. Machen Städte klüger? Harald Lesch erklärt, was es mit der Kreativität der Städter auf sich hat und warum gerade unsere ehrwürdigen Residenzstädte so gut für die Zukunft gerüstet sind: Sie bieten Anreiz und Inspiration für alle.
ZDFneo Doku
Deutschlands Städte DOKUMENTATION Fortschritt und Elend (Folge: 3), D 2014
Deutschland ist Städteland. "Terra X" dokumentiert die dramatische Geschichte unserer Industriestädte und erzählt von ihrer Bedeutung beim Aufstieg Deutschlands zur wirtschaftlichen Großmacht. Wie wurden Dortmund und Essen einst zum Motor des deutschen Wohlstands? Wie kam es, dass die preußische Provinzmetropole Berlin Millionen Arbeiter anzog und mit ihnen zur Weltstadt aufstieg? Die Geschichten von Aufstieg und Niedergang unserer Industriestädte sind pralle Storys vom Überlebenskampf im Zeitalter der Industrialisierung. Das Berliner Mietshaus beispielsweise mit seinen Seitengebäuden und Hinterhöfen, ein sozialer Mikrokosmos des 19. Jahrhunderts. Hunderttausende Arbeiter verdienten ihr Geld in den Zukunftsbranchen der Zeit. Die Zuschauer erleben die erste Fahrt der Siemens-Elektrobahn. Denn Berlin war vor 150 Jahren das "Silicon Valley" Deutschlands, die Ideenschmiede ihrer Zeit. Im Ruhrgebiet gab es schon länger Wohlstand für breite Massen. Die Dampfmaschine hatte Bergbau und Schwerindustrie revolutioniert. Zechen und Stahlwerke gaben den Menschen Brot. Industrie-Dynastien wie die der Krupps entstanden: Sie häuften einerseits gigantische Vermögen an, andererseits bauten sie Gartenstädte, die gute Arbeitskräfte lockten. In lebendigen Inszenierungen lässt die Dokumentation das Leben in den Arbeitersiedlungen wiederauferstehen. Was ist das Besondere an unseren Industriestädten? Professor Harald Lesch erklärt die Passionen der Städter: Wo in Deutschland ist die Liebe zu Schrebergärten am größten? Und: Im Weltvergleich ist die Industriestadt bei uns eine aussterbende Siedlungsform - wie kann ihre Vielfalt für die Zukunft erhalten bleiben?
ZDFneo Doku
Die glorreichen 10 DOKUMENTATION Die dreistesten Fake News der Geschichte, D 2018
"Die glorreichen 10" fragt in ungewöhnlichen Rankings nach den "beschwerlichsten Berufen", den "krassesten Kindheiten" und den "kämpferischsten Comebacks". Gekürt werden die "gruseligsten Geschichten", "die hipsten Haare" und "die dreistesten Fake News der Geschichte". Hannes Jaenicke kommentiert die Folgen des völlig willkürlichen Rankings - bewusst subjektiv und ohne Anspruch auf Repräsentativität. Absichtlich gestreute Falschmeldungen sind spätestens seit Donald Trump Programm und "alternative Fakten" das Unwort des Jahres 2017. Doch ein Blick in die Geschichte zeigt: Fake News sind deutlich älter als das Internet, und es gab sie lange vor Facebook oder Twitter. Denn schon die Verfasser der Emser Depesche, der Konstantinischen Schenkung und der Protokolle der Weisen von Zion zeigten sich kreativ im Umgang mit der Wahrheit. Angeblich protokollieren Letztere die Pläne der Juden, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Angeblich manipulieren die Juden dafür die Presse, kontrollieren die Wirtschaft und zwingen die freiheitsliebenden Völker, die Herrschaft des Weltjudentums anzuerkennen. Obwohl die New York Times bereits 1921 nachweist, dass es sich bei den Protokollen um eine Fälschung handelt, verbreiten sie sich in wenigen Jahren über die ganze Welt. Schon immer werden Fake News zur Manipulation der öffentlichen Meinung eingesetzt, und auch Bismarck wusste: Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd. Für die Dokumentationsreihe wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich bewusst, und ohne Anspruch auf Repräsentativität, für eine bestimmte Reihenfolge entschieden.
ZDFneo Show
Die glorreichen 10 INFOTAINMENT Die kämpferischsten Comebacks der Geschichte, D 2018
"Die glorreichen 10" fragt in ungewöhnlichen Rankings nach den "hipsten Haaren", den "krassesten Kindheiten" und den "kämpferischsten Comebacks". Die Dokumentationsreihe "Die glorreichen 10" rollt in bekannter Weise spannende Aspekte der Geschichte neu auf. Hannes Jaenicke kommentiert das achtteilige Ranking süffisant, unterhaltsam und bewusst subjektiv. "They never come back" - "Sie kommen niemals zurück" lautet eine alte Boxerweisheit. Aber stimmt das überhaupt? Die erstaunlichsten Comebacks ereignen sich wahrscheinlich im Sport. Die größten Aufholjagden, nicht mehr für möglich gehaltene Siege, irre Wendungen und spektakuläre Wiederauferstehungen. Auch Politiker und große Staatsmänner feiern spektakuläre Comebacks. In weniger als einem Jahrzehnt hatte sich der kleine Korse Napoleon Bonaparte zum mächtigsten Mann Europas hochgekämpft. Doch als er sich im Jahr 1814 entschloss, auch noch das Zarenreich zu erobern, ging er zu weit: Im russischen Winter verlor er den Großteil seiner Grande Armée. War das das Ende seiner Herrschaft, oder gelang ihm ein politisches Comeback? "Die glorreichen 10: Die kämpferischsten Comebacks der Geschichte" wirft einen ungewöhnlichen Blick auf zehn außergewöhnliche Ereignisse der Geschichte in einem völlig willkürlichen Ranking. Für die Dokumentationsreihe wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich bewusst, und ohne Anspruch auf Repräsentativität, für eine bestimmte Reihenfolge entschieden.
ZDFneo Show
Sketch History INFOTAINMENT Neues von gestern, D 2018
Die "Sketch History" zeigt opulent und bildgewaltig die großen und kleinen Ereignisse der Weltgeschichte aus völlig neuer Perspektive. Satirisch, humorvoll und richtig schön absurd. Die Weltgeschichte ist eine verlässliche Aneinanderreihung von peinlichen Missverständnissen, diplomatischen Fehlentscheidungen und grotesken Szenen sinnlosen Blutvergießens. Genügend Stoff als Steilvorlagen für die dritte Staffel. Max Giermann, Matthias Matschke, Valerie Niehaus, Isabell Polak, Judith Richter, Alexander Schubert, Paul Sedlmeir, Holger Stockhaus und Carsten Strauch bilden das hochkarätige Ensemble. Max Giermann kehrt noch einmal als Klaus Kinski zurück und ist in seiner neuen Rolle als Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt zu sehen.
ZDFneo Show
Dinner Date DATESHOW Manuel, D 2019
Ein Single und fünf Menü-Vorschläge, hinter denen sich Blind Dates verbergen. Der Single darf drei Menüs auswählen - und damit stehen die Dates fest. Nach den Treffen entscheidet der Single, ob bei einem der Dates mehr als nur der kulinarische Funke übergesprungen ist. Flattern Schmetterlinge im Bauch, winkt ein zweites Date - diesmal ein romantisches Candle-Light-Dinner im Restaurant.
ZDFneo Show
No-Name oder Marke? ESSEN UND TRINKEN (Folge: 1), D 2019
Pizza, Tiefkühlgemüse, Fischstäbchen - vieles gibt es als No-Name oder Markenware. Nelson Müller zeigt, wann sich billig lohnt, wo das Gleiche drinsteckt und wie die Industrie am Preis dreht. In umfangreichen Tests untersucht der Sternekoch, was besser schmeckt: Original oder Nachahmer? Außerdem zeigt er, wie es um die Qualität der Produkte steht und warum wir trotz günstiger Angebote häufig zum teuren Produkt greifen. Sternekoch Nelson Müller kümmert sich in dieser Folge um beliebte Fertigprodukte der Deutschen. Dabei stellt er bekannte Marken wie Iglo, Frosta und Wagner auf die Probe. Unterstützt wird er von 100 Probanden, die in einem großen Test Geschmacksunterschiede herausfinden sollen. Bei der Blindverkostung gibt es dann auch einige Überraschungen. Es zeigt sich: Die No-Names können durchaus mithalten. Bei bestimmten Produkten aber haben die Marken im "ZDFzeit"-Experiment die Nase geschmacklich vorn. Im Rennen unter anderem: die Salami-Pizza von Wagner. Trotz Markenprodukt hat sie weniger Belag als manch günstige Konkurrenz. Der Teig besteht aus den gleichen Zutaten wie bei den No-Name-Produkten. Kann sie die Tester geschmacklich überzeugen? Auch das Iglo-Schlemmerfilet muss in Sachen Qualität, Preis, Inhaltsstoffen und Geschmack beweisen, warum es besser ist als die günstige Konkurrenz. Frosta setzt beim Tiefkühlgemüse auf Transparenz und weist die Herkunft der einzelnen Zutaten auf der Packung aus. Beim Besuch im Frosta-Werk wird nebenbei ein Geheimnis gelüftet: Hinter mehr als einem No-Name-Gemüse verbirgt sich der Markenhersteller. Außerdem demonstriert Produktentwickler Sebastian Lege, was in sogenannten Hähnchen-Schnitten steckt. Hier drückt die Industrie kräftig die Herstellungskosten, indem sie Fleischreste, Wasser, Phosphat und Geschmacksverstärker einsetzt.
ZDFneo Film
Hours - Wettlauf gegen die Zeit THRILLER, USA 2012
New Orleans 2005: Nolan Hayes verliert bei der Geburt seines Kindes seine Frau Abigail. Das zu früh geborene Baby muss beatmet werden, doch ein aufkommender Hurrikan zerstört das Krankenhaus. Stromausfälle, Plünderer und Hochwasser bringen den um sein Kind kämpfenden Vater bald an den Rand seiner Kräfte, es beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit. Spannender Thriller mit dem 2013 tödlich verunglückten Paul Walker in der Hauptrolle. Nolan und seine Frau Abigail leben glücklich im Südosten der USA und freuen sich auf ihr erstes gemeinsames Kind. Fünf Wochen vor dem Termin aber setzen Wehen ein, die Mutter überlebt die komplizierte Geburt nicht. Nolans ganze Sorge gilt nun der Tochter, die an ein Beatmungsgerät angeschlossen ist. Mindestens 48 Stunden muss das Baby mit dem Respirator beatmet werden, um eine reale Überlebenschance zu haben. Doch ein verheerender Hurrikan verwüstet die Stadt und zwingt alle - Patienten wie Personal gleichermaßen -, das Gebäude zu verlassen. Nolan aber muss bleiben. Überall ist der Strom ausgefallen, doch hier gibt es wenigstens einen handbetriebenen Generator, mit dem er die Sauerstoff-Versorgung seiner Tochter sichern kann. Um sich wachzuhalten, erzählt Nolan seinem Nachwuchs von Abigail und den gemeinsamen Erlebnissen. Liebevoll versorgt er die Kleine, findet auf seinen kurzen Streifzügen durch das menschenleere Gebäude auch alles, was er für das Frühchen braucht. Ein Versuch, über ein Funkgerät Hilfe zu rufen, misslingt, Nolan bleibt auf sich allein gestellt. Auch als er vom Dach aus versucht, einen Hubschrauber auf sich aufmerksam zu machen, dreht dieser ab, weil Menschen von anderen Dächern ihn beschießen. Schließlich läuft ihm ein von Gott und der Welt verlassener Hund zu und wird unter dem Namen Sherlock sein neuer Begleiter. Das Tier wehrt dann auch erfolgreich einen gefährlichen Plünderer ab, der dem verzweifelten Vater sein letztes Essen geraubt hat. Fast zwei Tage sind inzwischen vergangen, und Nolan ist am Ende seiner Kräfte. Müdigkeit und Halluzinationen plagen ihn, als Sherlock endlich die lang ersehnten Rettungskräfte zu ihm führen kann. "Hours - Wettlauf gegen die Zeit" ist ein Survival-Thriller, der in Teilen auf wahren Begebenheiten beruht: Während der Hurrikan Katrina 2005 im Südosten der Vereinigten Staaten wütete, hatten einige Ärzte auf einer Baby-Station tatsächlich stundenlang per Hand das Notstromaggregat betrieben und dadurch mehreren Menschen das Leben gerettet. Drehbuchautor und Regisseur Eric Heisserer hat diese Geschichte souverän in Szene gesetzt. Hauptdarsteller Paul Walker glänzt in der Rolle des um das Leben seiner Tochter kämpfenden Vaters. Kurz nach Ende der Dreharbeiten starb er im Alter von nur 40 Jahren bei einem Autounfall.
23.02.
Hours - Wettlauf gegen die Zeit THRILLER, USA 2012
ZDFneo Film
Good Kill - Tod aus der Luft DRAMA, USA 2014
Tagsüber steuert Thomas US-Kampfdrohnen von Las Vegas aus, abends sitzt er mit Frau und Kindern am heimischen Grill. Doch immer stärker nagen die Zweifel am Sinn seines Jobs an ihm. Als sich dann auch noch die CIA in die Arbeit des Militärs einmischt und immer skrupelloser agiert, ist für Thomas der Moment zum Handeln gekommen. Er verstößt gegen alle Regeln. Spannendes Polit-Drama mit Ethan Hawke in der Hauptrolle. Tagsüber den Feind töten, abends die Ehefrau küssen und die Kinder ins Bett bringen. Das Leben des Drohnenpiloten Thomas Egan spielt sich zwischen extremen Gegensätzen ab. Gerade die eigene Sicherheit, während er wie in einem Videospiel das todbringende Knöpfchen drückt, macht dem Ex-Kampfpiloten schwer zu schaffen. Der wortkarge Mann, der nach Aussagen seiner Frau Molly stiller wird, wenn er wütend ist, zieht sich immer weiter zurück. Die Grenzen zwischen Kriegseinsatz und Privatleben verschwimmen. Sein Vorgesetzter, Lt. Colonel Jack Johns , sieht die Nöte, in denen Egan steckt, aber er kann nicht helfen. Dessen Bitten, ihn endlich wieder einen Jet fliegen zu lassen, muss er regelmäßig ablehnen. Auch die neue Kollegin, Vera Suarez (Zoë Kravitz), versteht Thomas' Skrupel. Dann ändert die CIA die Spielregeln: Menschen werden getötet, weil ihr Verhalten einem errechneten Schema entspricht, und nicht, weil man klare Beweise hat, dass sie Terroristen sind. Kollateralschäden? Bedauerlich, aber manchmal unvermeidbar. Und Major Thomas Egan wird immer stiller. Regisseur und Autor Andrew Niccol ("Gattaca", "Lord of War") zeichnet mit "Good Kill - Tod aus der Luft" ein eindringliches, realitätsnahes Bild von den psychischen Belastungen eines Drohnenpiloten und stellt wichtige moralische Fragen zu dem Thema. Gibt es einen "sauberen" Krieg? Welche Umstände entscheiden über Leben und Tod? Kann man aus 7000 Meilen Entfernung beurteilen, ob jemand in Afghanistan Lebensmittel anbaut oder den Dünger zum Bombenbau verwendet? Niccol verzichtet bewusst auf übermäßige Actionszenen und lässt stattdessen die Zuschauer einer Drohnen-Crew bei der Arbeit über die Schultern sehen. Die Explosionen sieht das Publikum aus der gleichen Perspektive wie die Drohnenpiloten - als bunte Pixel auf dem Bildschirm. So schafft es Niccol, eine beängstigende Nähe aufzubauen, und vermittelt eindrucksvoll die bedingten Entscheidungsmöglichkeiten der Piloten. "Good Kill - Tod aus der Luft" ist hervorragend besetzt: Ethan Hawke ("Gattaca", "Before Sunset") ist die Rolle des immer mehr an seiner Mission zweifelnden Ex-Piloten auf den Leib geschrieben, January Jones ("Mad Men", "Tatsächlich...Liebe") verkörpert kongenial die sich immer weiter entfremdende Ehefrau Molly. In weiteren Rollen sind Zoë Kravitz und Bruce Greenwood zu sehen.
ZDFneo Film
Green Zone ACTIONFILM, USA 2010
Im Chaos des besetzten Bagdad sollen US-Offizier Roy Miller und sein Team versteckte Massenvernichtungswaffen aufspüren - doch trotz sicherer Informationen bleibt die Suche erfolglos. Stattdessen deckt Miller eine gefährliche Verschwörung auf und wird selbst zum Gejagten. Regisseur Paul Greengrass liefert einen nervenaufreibenden Action-Politthriller, bei dem die Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion verschwimmen. Irak 2003: Offizier Roy Miller ist im besetzten Bagdad stationiert und soll mit seinem Team die Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins ausfindig machen - ein schwieriger und vor allem gefährlicher Job. Denn um diesen Auftrag auszuführen, müssen sie das von den Amerikanern eingerichtete Sicherheitsareal verlassen, die sogenannte "Green Zone". Doch trotz vermeintlich sicherer Hinweise bleibt auch der jüngste Einsatz erfolglos, die gestürmte Lagerhalle ist leer. Als Miller die Zuverlässigkeit der Quellen und die Vorgehensweise des Geheimdienstes infrage stellt, wird er von dem CIA-Agenten Martin Brown kontaktiert. Der Nahost-Experte weiß aus Erfahrung, dass derartige Himmelfahrtskommandos von vornherein zum Scheitern verurteilt sind, und nun sollen endlich die Gründe dafür aufgedeckt werden. Doch Millers Suche nach der Wahrheit entwickelt sich bald zum Kampf ums Überleben: Ein irakischer Informant sowie die Reporterin Lawrie Dayne bringen ihn allmählich auf eine Spur, die nicht nur in die eigenen Reihen führt, sondern anscheinend sogar bis ins Pentagon. Nach den Blockbustern "Die Bourne Verschwörung" (2004) und "Das Bourne Ultimatum" (2010) arbeiteten Regisseur Paul Greengrass und Hauptdarsteller Matt Damon bei "Green Zone" erneut erfolgreich zusammen. Basierend auf dem preisgekrönten Enthüllungsbuch "Imperial Life in the Emerald City" von "Washington Post"-Redakteur Rajiv Chandrasekaran, gelingt Greengrass hier ein komplexer und spannend aufbereiteter Politthriller, der durch unruhige Kamerabilder und überzeugende Darsteller erschreckend realistisch wirkt. Greengrass' Vorliebe für die kritische Aufarbeitung sozialpolitischer Themen der jüngeren Vergangenheit zeigte sich bereits in seinem wohl bekanntesten Werk "Bloody Sunday" (2002), das sich mit den Geschehnissen des "Blutsonntags" am 30. Januar 1972 in Nordirland befasst. Ein weiteres Beispiel ist das Katastrophendrama "Flug 93" (2006), das als erste Hollywood-Produktion überhaupt in seiner Rahmenhandlung die Ereignisse des 11. September 2001 schilderte. Der englische Regisseur wurde hierfür im Jahr 2007 in der Kategorie Beste Regie bei den Academy Awards für den Oscar nominiert. 2016 kam dann das vorerst letzte "Jason Bourne"-Abenteuer in die Kinos - wieder mit Matt Damon in der Titelrolle.
23.02.
Green Zone ACTIONFILM, USA 2010
ZDFneo Film
Hours - Wettlauf gegen die Zeit (Wh.) THRILLER, USA 2012
New Orleans 2005: Nolan Hayes verliert bei der Geburt seines Kindes seine Frau Abigail. Das zu früh geborene Baby muss beatmet werden, doch ein aufkommender Hurrikan zerstört das Krankenhaus. Stromausfälle, Plünderer und Hochwasser bringen den um sein Kind kämpfenden Vater bald an den Rand seiner Kräfte, es beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit. Spannender Thriller mit dem 2013 tödlich verunglückten Paul Walker in der Hauptrolle. Nolan und seine Frau Abigail leben glücklich im Südosten der USA und freuen sich auf ihr erstes gemeinsames Kind. Fünf Wochen vor dem Termin aber setzen Wehen ein, die Mutter überlebt die komplizierte Geburt nicht. Nolans ganze Sorge gilt nun der Tochter, die an ein Beatmungsgerät angeschlossen ist. Mindestens 48 Stunden muss das Baby mit dem Respirator beatmet werden, um eine reale Überlebenschance zu haben. Doch ein verheerender Hurrikan verwüstet die Stadt und zwingt alle - Patienten wie Personal gleichermaßen -, das Gebäude zu verlassen. Nolan aber muss bleiben. Überall ist der Strom ausgefallen, doch hier gibt es wenigstens einen handbetriebenen Generator, mit dem er die Sauerstoff-Versorgung seiner Tochter sichern kann. Um sich wachzuhalten, erzählt Nolan seinem Nachwuchs von Abigail und den gemeinsamen Erlebnissen. Liebevoll versorgt er die Kleine, findet auf seinen kurzen Streifzügen durch das menschenleere Gebäude auch alles, was er für das Frühchen braucht. Ein Versuch, über ein Funkgerät Hilfe zu rufen, misslingt, Nolan bleibt auf sich allein gestellt. Auch als er vom Dach aus versucht, einen Hubschrauber auf sich aufmerksam zu machen, dreht dieser ab, weil Menschen von anderen Dächern ihn beschießen. Schließlich läuft ihm ein von Gott und der Welt verlassener Hund zu und wird unter dem Namen Sherlock sein neuer Begleiter. Das Tier wehrt dann auch erfolgreich einen gefährlichen Plünderer ab, der dem verzweifelten Vater sein letztes Essen geraubt hat. Fast zwei Tage sind inzwischen vergangen, und Nolan ist am Ende seiner Kräfte. Müdigkeit und Halluzinationen plagen ihn, als Sherlock endlich die lang ersehnten Rettungskräfte zu ihm führen kann. "Hours - Wettlauf gegen die Zeit" ist ein Survival-Thriller, der in Teilen auf wahren Begebenheiten beruht: Während der Hurrikan Katrina 2005 im Südosten der Vereinigten Staaten wütete, hatten einige Ärzte auf einer Baby-Station tatsächlich stundenlang per Hand das Notstromaggregat betrieben und dadurch mehreren Menschen das Leben gerettet. Drehbuchautor und Regisseur Eric Heisserer hat diese Geschichte souverän in Szene gesetzt. Hauptdarsteller Paul Walker glänzt in der Rolle des um das Leben seiner Tochter kämpfenden Vaters. Kurz nach Ende der Dreharbeiten starb er im Alter von nur 40 Jahren bei einem Autounfall.
ZDFneo Film
Green Zone (Wh.) ACTIONFILM, USA 2010
Im Chaos des besetzten Bagdad sollen US-Offizier Roy Miller und sein Team versteckte Massenvernichtungswaffen aufspüren - doch trotz sicherer Informationen bleibt die Suche erfolglos. Stattdessen deckt Miller eine gefährliche Verschwörung auf und wird selbst zum Gejagten. Regisseur Paul Greengrass liefert einen nervenaufreibenden Action-Politthriller, bei dem die Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion verschwimmen. Irak 2003: Offizier Roy Miller ist im besetzten Bagdad stationiert und soll mit seinem Team die Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins ausfindig machen - ein schwieriger und vor allem gefährlicher Job. Denn um diesen Auftrag auszuführen, müssen sie das von den Amerikanern eingerichtete Sicherheitsareal verlassen, die sogenannte "Green Zone". Doch trotz vermeintlich sicherer Hinweise bleibt auch der jüngste Einsatz erfolglos, die gestürmte Lagerhalle ist leer. Als Miller die Zuverlässigkeit der Quellen und die Vorgehensweise des Geheimdienstes infrage stellt, wird er von dem CIA-Agenten Martin Brown kontaktiert. Der Nahost-Experte weiß aus Erfahrung, dass derartige Himmelfahrtskommandos von vornherein zum Scheitern verurteilt sind, und nun sollen endlich die Gründe dafür aufgedeckt werden. Doch Millers Suche nach der Wahrheit entwickelt sich bald zum Kampf ums Überleben: Ein irakischer Informant sowie die Reporterin Lawrie Dayne bringen ihn allmählich auf eine Spur, die nicht nur in die eigenen Reihen führt, sondern anscheinend sogar bis ins Pentagon. Nach den Blockbustern "Die Bourne Verschwörung" (2004) und "Das Bourne Ultimatum" (2010) arbeiteten Regisseur Paul Greengrass und Hauptdarsteller Matt Damon bei "Green Zone" erneut erfolgreich zusammen. Basierend auf dem preisgekrönten Enthüllungsbuch "Imperial Life in the Emerald City" von "Washington Post"-Redakteur Rajiv Chandrasekaran, gelingt Greengrass hier ein komplexer und spannend aufbereiteter Politthriller, der durch unruhige Kamerabilder und überzeugende Darsteller erschreckend realistisch wirkt. Greengrass' Vorliebe für die kritische Aufarbeitung sozialpolitischer Themen der jüngeren Vergangenheit zeigte sich bereits in seinem wohl bekanntesten Werk "Bloody Sunday" (2002), das sich mit den Geschehnissen des "Blutsonntags" am 30. Januar 1972 in Nordirland befasst. Ein weiteres Beispiel ist das Katastrophendrama "Flug 93" (2006), das als erste Hollywood-Produktion überhaupt in seiner Rahmenhandlung die Ereignisse des 11. September 2001 schilderte. Der englische Regisseur wurde hierfür im Jahr 2007 in der Kategorie Beste Regie bei den Academy Awards für den Oscar nominiert. 2016 kam dann das vorerst letzte "Jason Bourne"-Abenteuer in die Kinos - wieder mit Matt Damon in der Titelrolle.
ZDFneo Serien
Coppers KRIMISERIE Die geschminkte Tote, B 2016
Nach ihrer ersten Nacht mit dem neuen Pathologen Fabian Steppe erreicht Liese Meerhout eine schlimme Nachricht: Die Azubi-Krankenschwester Tania De Meulder wurde tot im Krankenhaus aufgefunden. Nach ersten Ermittlungen steht Fabian unter Mordverdacht. Trotz etlicher Unstimmigkeiten glaubt Liese Fabians Unschuldsbeteuerungen und beginnt, im Umfeld der Toten zu ermitteln. Zwei Todesfälle in der Klinik innerhalb der vergangenen Wochen haben Tania emotional mitgenommen, wie der Pflegedirektor der Abteilung, Bernd Casteels, berichtet. Mysteriös erscheint auch, dass die Auszubildende kurz vor ihrer Ermordung zwei Mal den Klinikdirektor Dr. Cremer kontaktierte, der jedoch ein wasserfestes Alibi hat. Steckt am Ende ein Eifersuchtsdrama hinter dem Mord? Offensichtlich war der Pfleger Davy Nauwlaerts seit Monaten unglücklich in die junge Auszubildende verliebt, doch die hatte angeblich nur Augen für Fabian Steppe. Verrennt sich Liese mit unerlaubten Alleingängen in ihren Ermittlungen und riskiert ihren Job für Fabian, an dessen Unschuld nur noch sie allein glaubt?
ZDFneo Serien
Coppers KRIMISERIE Blutige Diamanten, B 2016
Im Swimmingpool eines Hotels wird die Leiche von Rebecca De Laet gefunden. Die 34-jährige Diamantenhändlerin trägt nur einen Bademantel - Kleidung und Zimmerschlüssel sind verschwunden. Für Lieses Team steht fest, dass die Frau an einem anderen Ort getötet und dann zum Pool gebracht wurde. Doch wie und wer hat das, ohne gesehen zu werden, in einem ausgebuchten Hotel geschafft? Einen Tag vor ihrer Ermordung meldete Rebecca De Laet bei der Versicherung einen Diamantendiebstahl im Wert von etwa 200 000 Euro. Ist der Dieb, der die Rohdiamanten aus dem Hotelsafe entwenden konnte, auch Rebeccas Mörder? Bei dem Versuch, die letzten Stunden des Opfers zu rekonstruieren, findet Liese Hinweise auf Eheprobleme. Hat der Ehemann seine Frau skrupellos getötet, um seine prekäre finanzielle Situation vor der Scheidung zu lösen? Doch nicht nur der komplexe Mordfall fordert Liese. Auch ein heimlich aufgenommenes, für Liese kompromittierendes Video gelangt an die Öffentlichkeit und bringt sie in Bedrängnis.
ZDFneo Doku
Frag den Lesch WISSENSCHAFT Reise zu den Sternen, D 2016
Der Astrophysiker Harald Lesch bereitet Themen aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen für die Zuschauer allgemein verständlich und mit einem Augenzwinkern auf.
Mehr laden
Sender auswählen

Jetzt in der Senderleiste auf klicken.

Gelesen
Seite merken

Lesezeichen für tvheute.at erstellen:
Jetzt in der Symbolleiste auf klicken.

Gelesen
Sender navigieren
links | rechts
WISCHEN