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Mythos Monaco DOKUMENTATION Das Erbe der Grace Kelly, D 2019
Durch die Hollywood-Ikone Grace Kelly begann Monaco zu funkeln und strahlen, sie machte es zu dem, was es heute ist: ein angesehenes Fürstentum, wohlhabend und einflussreich. Ohne ihr Vermächtnis ist kein Staat zu machen, das haben ihre Enkel erkannt. Charlotte, Pauline, Pierre - die junge Generation der Fürstenfamilie erinnert viele an ihre Großmutter Grace Kelly - stilvoll im Auftritt, verbreiten sie Glanz und Glamour. Das kleine Fürstentum an der Côte d'Azur lag nach dem Zweiten Weltkrieg darnieder, war politisch unbedeutend und finanziell in Nöten. Doch 1956 gelingt Fürst Rainier von Monaco der große Befreiungsschlag - mit seiner eigenen Traumhochzeit. Die blonde Hollywood-Schönheit Grace Kelly ehelicht den Fürsten, und fortan interessiert sich die ganze Welt für den sonnigen Zwergstaat am Mittelmeer. Die Braut lockt den internationalen Jetset nach Monte Carlo. Hollywood-Prominenz und Multimillionäre aus der ganzen Welt siedeln sich an, einflussreiche Politiker zeigen sich gern mit dem Fürsten und seiner attraktiven Ehefrau. Es sind die goldenen Jahre Monacos. Mit ihrem Tod 1982 wird die Fürstin endgültig zur Ikone. Auf ihrem Erbe beruht auch heute noch Monacos Erfolgsgeheimnis, das das kleine Land reich und beliebt macht. Dabei geriet der Aufstieg Monacos mehrfach ins Stocken. Während die Ehe Grace Kellys zumindest nach außen immer untadelig erschien, arbeitet die nächste Generation fleißig daran, die Titelseiten mit skandalträchtigen Geschichten zu füllen: unglückliche Ehen, Liaisons mit Zirkuspersonal und Bodyguards, uneheliche Kinder. Doch seit einigen Jahren erstrahlt Monaco in neuem Glanz - dank der Kinder von Prinzessin Caroline und Prinzessin Stéphanie. Die schönen Enkel von Grace Kelly agieren selbstbewusst und fühlen sich ihrem Erbe verpflichtet. Dabei werden die Reichen und Prominenten heute nicht mehr nur von Monacos fürstlichem Glanz und der Lage am Mittelmeer angezogen. Das Fürstentum wirbt damit, keine Steuern zu erheben. Nicht selten lockt das Land so auch zwielichtige Gestalten an. "ZDFzeit" zeichnet ein Sittengemälde der letzten drei Generationen der Grimaldis. Angefangen mit Grace Kelly, die stilsicher und souverän das Fürstentum umkrempelte. 2019 wäre Gracia Patricia 90 Jahre alt geworden.
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Herz und Krone - Schwedens Königshaus privat REPORTAGE, S 2018
Mit Glanz und Gloria, mit Herz und Krone: seltene Einblicke ins private Leben der schwedischen Royals. Ein Jahr im Leben von Prinzessin Victoria und der gesamten Königsfamilie Bernadotte. Die Reportage zeigt die schwedischen Monarchen bei öffentlichen Auftritten und privaten Familienfesten. Sie begleitet König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia zu Staatsbesuchen ins Ausland, auf glamouröse Empfänge und zur Arbeit ins Stockholmer Stadtschloss. Kronprinzessin Victoria wird die erste Frau auf dem schwedischen Königsthron sein. Im Juli 2017 feiert sie ihren 40. Geburtstag mit einer prächtigen Parade durch Stockholm. Aber noch lieber gibt sich die bekennende Umweltaktivistin nahbar, naturverbunden und bodenständig. Mit Tochter Estelle besucht sie ein Meereslabor in den Schären. Ihr Ehemann Prinz Daniel, schwer nierenkrank, fühlt sich Gesundheitsthemen besonders verpflichtet. Öffentlich tritt er für eine gute Versorgung der Kranken und der im Gesundheitssektor Beschäftigten ein. Victorias Bruder, Prinz Carl Philip, bekennt sich im Interview zu seiner Lese- und Rechtschreibschwäche. Prinzessin Madeleine, die jüngste Königstochter, erzählt in London, ihr Platz sei an der Seite ihres britisch-amerikanischen Ehemannes, die Sehnsucht nach Schweden jedoch bleibe. Ein intimer Einblick mit glanzvollen Bildern in das schwedische Königshaus, in dem sich die royale Familie normal und volksnah präsentiert. Aus gutem Grund: Denn Anerkennung und Zustimmung der Bevölkerung braucht die schwedische Monarchie - schließlich will sie noch lange fortbestehen.
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Beruf: Königin! PORTRÄT Letizia von Spanien, D 2019
Sie ist die erste Journalistin auf einem Thron: Letizia von Spanien. Eine moderne Königin, die auch mal ihre Meinung sagt. Ein Jahr lang wurde sie für diesen Film begleitet. Zur Funktion der Königin steht in der spanischen Verfassung nichts geschrieben. Doch erwartet wird viel. Nur repräsentieren, den dynastischen Fortbestand sichern und die "Gemahlin" geben - das war einmal. Die Monarchie muss sich bewähren, die Königin auch. Gesundheit, Ernährung, Bildung und Frauenrechte - diese Themen hat Letizia sich auf die Agenda geschrieben. Dabei zeigt sie offen eine klare Haltung. Das ist neu für eine spanische Königin, und nicht immer kommt das gut an. Die Dokumentation von Julia Melchior zeigt eine engagierte Monarchin, sei es als FAO-Sonderbotschafterin beim Welternährungstag in Rom, bei einer humanitären Mission ins Katastrophengebiet von Mosambik oder beim Kampf gegen Frauenhandel und Prostitution. Die spanische Königin rückt ihre Themen ins Rampenlicht, prangert Missstände auch im eigenen Land an. Die Regierung hat in ihr eine Verbündete gefunden, beim "Staatspakt gegen die Gewalt an Frauen". Zwar fügt sich die ehemalige Top-Journalistin in das traditionsreiche spanische Königshaus ein, doch will sie eine Monarchin des 21. Jahrhunderts sein, mit professionellen Ansprüchen und einem eigenen Standing. Königin sein ist ein unbefristeter Job, anders als bei einer First Lady von Staaten mit gewählten Präsidenten. Prominente Interviewpartner wie María Neira, Direktorin der Weltgesundheitsorganisation WHO, Charles Powell, Direktor des Think Tanks "Elcano", Juan Pablo de Laiglesia, Staatssekretär für internationale Zusammenarbeit, und Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa berichten, wie Letizia von Spanien ihren Beruf versteht und ausfüllt.
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Beruf: Königin! PORTRÄT Máxima der Niederlande, D 2019
Sie ist der Star der niederländischen Monarchie: Königin Máxima. Dreifache Mutter, Schirmherrin, Ehrenvorsitzende, zudem Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen. Ein Fulltime-Job. "Hilfe zur Selbsthilfe" ist seit 2009 das Kernthema der Wirtschaftswissenschaftlerin. Sie kämpft dafür, dass Menschen vor allem in Entwicklungsländern Zugang zu mehr finanzieller Beratung und Unterstützung erhalten, um unternehmerisch tätig werden zu können. Es geht darum, den Armen eine eigenständige berufliche Existenz zu ermöglichen, als Kleinstunternehmer. Dabei tritt Máxima vor allem für die Rechte von Frauen ein. Weltweit trifft die Königin Mächtige aus Politik und Wirtschaft, um das Thema voranzutreiben. Ihre Agenda ist eng getaktet, kein Tag gleicht dem anderen. Im eigenen Büro im Palast Noordeinde in Den Haag trifft sie sich jeden Montagvormittag mit ihrem Team zur Wochenplanung. Als engste Beraterin ist Pien Zaaijer immer an ihrer Seite, eine Spitzenbeamtin und ebenso wie sie Wirtschaftswissenschaftlerin. Mit ihrem New Yorker Büro bei den Vereinten Nationen konferiert die Königin per Skype. Die Filmemacherin Annette Koehler hatte Gelegenheit, Máxima bei zahlreichen Anlässen zu begleiten, unter anderem bei einem Arbeitsbesuch in Bangladesch, einem der ärmsten Länder der Welt. Auch dort zeigt sich die Königin als Perfektionistin, fragt den Stand der Entwicklung vor Ort ab. Interviewpartner der Dokumentation sind Javier Gónzalez Fraga, Máximas ehemaliger Wirtschaftsprofessor, Staatssekretärin Ankie Broekers-Knol, der ehemalige Handelsminister Frank Heemskerk, Königshaus-Expertin Reinildis van Ditzhuyzen sowie die Journalisten Jeroen Snel und Christoph Driessen. Sie ordnen die Aktivitäten der Königin mit Blick auf die Aufgaben der Krone ein. Wegbegleiter und Freunde wie Annabelle Gräfin von Oeynhausen und Laurencio Adot schildern die private Seite der Monarchin.
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Kokain-Kick - Lieblingsdroge der Leistungsgesellschaft DROGEN, CH 2018
Euphorie, Wachheit, Leistungsfähigkeit: Die Wirkung von Kokain passt hervorragend in eine Gesellschaft, die eigentlich nicht müde sein darf. Und der illegale Handel blüht weltweit. Allein in Europa werden mit Kokain jährlich 5,7 Milliarden Euro umgesetzt. Das weiße Pulver kann schwere gesundheitliche Probleme verursachen. Trotzdem ist es längst in alle sozialen Schichten durchgedrungen. Die Kokain-Mafia ist dank erfolgreicher Geldwäsche längst Bestandteil der Wirtschaft geworden, Polizei und Zoll sind unterwandert. Manche Experten halten es daher für sinnvoll, Kokain zu legalisieren, um die organisierte Drogenkriminalität zu bekämpfen.
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heute Xpress NACHRICHTEN
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Süchtig nach Schmerzmitteln - Die Opioiden-Krise in den USA DROGEN, USA 2019
2017 gab es in den USA so viele Opioiden-Tote wie nie zuvor. Und noch ist der Höhepunkt der Krise nicht erreicht, warnt die Drug Enforcement Administration . Dabei ist die DEA mittlerweile von Politikern selbst zur Mittäterin dieser Krise gemacht worden. Inwieweit könnte es ein solches mörderisches und dennoch legales Pharma-Geschäft, die eigentliche Ursache des US-Gesundheitsnotstands, auch in Europa geben?
ZDFinfo Doku
Drogenkrieg auf den Philippinen GESELLSCHAFT UND POLITIK, USA 2018
Die Philippinen haben alle Eigenschaften eines Paradieses. Aber Drogenbarone ziehen das Land immer weiter in die Krise. Präsident Rodrigo Duterte hat ihnen jetzt den Kampf angesagt. Polizei und bewaffnete Spezialeinheiten machen gnadenlos Jagd auf Drogenhändler und kriminelle Gangs. Besonders in den Slums von Manila, in denen die Menschen unter ihren erbärmlichen Lebensumständen leiden, herrschen seitdem Angst und Schrecken.
ZDFinfo Doku
Mexikos schmutziger Drogenkrieg DOKUMENTATION, GB 2015
Mit 3000 Kilometern ist die Grenze zwischen Mexiko und den USA die längste Schmuggelgrenze der Welt und Zentrum eines milliardenschweren Drogenmarktes. Hier tobt ein Krieg zwischen den rivalisierenden mexikanischen Drogenkartellen. Die Vorherrschaft hat das Sinaloa-Kartell unter der Führung von Joaquin Guzman, auch bekannt als "El Chapo". Der Kampf gegen die Drogenmafia kostet die US-Regierung Milliarden Dollar. Dabei wird den Amerikanern unterstellt, mit den Drogenbossen gemeinsame Sache zu machen. Waffenhandel und Geldwäsche sind ein lukratives Geschäft.
ZDFinfo Doku
Amerikas Heroin-Krise - Kampf gegen die Überdosis DROGEN, USA 2019
2017 starben in den Vereinigten Staaten etwa 70 000 Menschen an einer Überdosis. In 68 Prozent der Todesfälle waren Opioide im Spiel. Im Durchschnitt starben somit täglich 130 US-Amerikaner an Opioid-Überdosen. Zwischen 1999 und 2017 hat sich die Zahl der Todesfälle durch Opioid-Überdosen versechsfacht. Sie sind noch vor Verkehrsunfällen die häufigste Ursache für nicht natürliche Todesfälle. Vor allem Heroin und synthetische Opioide wie Fentanyl werden quer durch alle gesellschaftlichen Schichten konsumiert. Die Dokumentation zeigt Menschen, die versuchen, ihrer Sucht zu entkommen, und stellt die Frage, welche Gründe es für die Drogen-Epidemie in den USA gibt.
ZDFinfo Show
Ice Wars - Australiens Drogen-Polizei REALITY-SOAP Hoffnung und Verzweiflung, AUS 2017
Crystal Meth scheint in Australien allgegenwärtig. In einer groß angelegten Razzia wird versucht, ein mutmaßliches Verbrechersyndikat hochzunehmen und so die Vertriebswege zu unterbrechen. Im Westen Sydneys befindet sich das Wayback Centre, das im Rahmen von sogenannten Drogengerichten ein Reha-Programm anbietet, welches Meth-Konsumenten ermöglichen soll, die Sucht in den Griff zu bekommen. Die Senatorin Jacqui Lambie hält 2015 im australischen Senat eine verzweifelte Rede, in der sie von den Abgründen der Drogensucht ihres Sohnes berichtet. Sie fordert die Möglichkeit für Eltern, ihren drogenabhängigen Nachwuchs einer Zwangsentgiftung zuzuführen, um den Bann der Sucht zu brechen und den Menschen dahinter wieder zum Vorschein zu bringen. Eine teuflische Droge erobert die Welt. Nur in den USA wird noch mehr Methamphetamin konsumiert als in Australien, wo das als "Ice" bekannte Rauschgift zunehmend auch ländlich gelegene Kleinstädte in seinem unbarmherzigen Griff hat. Unter dem Elend der Konsumenten leiden auch Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn. Die Polizei sieht sich einem epidemischen Problem gegenüber, denn "Ice" ist hochwirksam, billig und relativ einfach verfügbar. Die Konsumenten kommen aus allen Gesellschaftsschichten, und sogenannte Drogenküchen können beinahe überall eingerichtet werden. Die erheblichen gesundheitlichen Folgeschäden mögen vor allem die Junkies selbst betreffen, doch die vierteilige Doku-Reihe zeigt, wie sehr sich Meth zu einem kulturellen Dilemma entwickelt hat, das Gemeinschaften zerstört und die Gesellschaft belastet.
ZDFinfo Doku
Crystal Meth: Die Horror-Droge DROGEN, D 2014
Die Statistiken sind alarmierend: Crystal-Meth-Konsumenten werden immer jünger. Vor allem junge Mädchen konsumieren die Droge zunehmend. Längst ist Crystal aufgestiegen: zur Alltagsdroge. Crystal Meth war Partydroge - mittlerweile erreicht sie aber eine noch größere Zielgruppe als Cannabis oder Heroin. Die Dokumentation zeigt eine aktuelle Bestandsaufnahme in Deutschland - sie schaut aber auch über die Landesgrenzen hinaus in die USA.
ZDFinfo Doku
Legal Highs - Todesdrogen aus dem Internet DROGEN, D 2018
Legal Highs - Substanzen, die harmlos klingen und als Badesalz, Duft- oder Kräutermischung angeboten werden. Sie sollen der Entspannung dienen und sind ganz einfach übers Internet zu kriegen. Doch die Wahrheit ist: Legal Highs sind hochgefährlich. Ihr Konsum endet immer öfter tödlich. Analysen zeigen: Fast alle Produkte enthalten Stoffe, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Sie wirken wie Cannabis, Ecstasy oder Kokain, nur um ein Vielfaches stärker. Während beim Cannabis-Konsum nur einige Rezeptoren im Körper stimuliert werden, sind es bei den synthetischen Stoffen alle. Die Folgen sind verheerend: Es kommt zu Panikattacken, Wahnvorstellungen, Kreislaufzusammenbrüchen und auch zu Todesfällen. 2009 reagiert die Bundesregierung zum ersten Mal und verbietet die damalige Modedroge Spice. Doch schon bald entsteht ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Herstellern der Legal Highs und dem Gesetz. Kaum landet ein Stoff auf der Verbotsliste, kreieren die Hersteller ein neues Produkt. Ein Teufelskreis.
ZDFinfo Doku
Trinken ohne Limit - Die verborgene Alkoholsucht DOKUMENTATION, D 2019
Als alkoholabhängig gelten fast zwei Millionen Deutsche. Doch die Dunkelziffer ist viel höher, denn Alkoholmissbrauch findet oft im Geheimen und Verborgenen statt. Was steckt dahinter, wenn Menschen zur Flasche greifen? Häufig sind Einsamkeit und soziale Isolation die Auslöser. In der ZDFinfo-Dokumentation kommen Menschen zu Wort, deren Leben durch die Alkoholsucht aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Besonders häufig betroffen sind Frauen, Senioren und Angehörige, die in sogenannte Co-Abhängigkeit geraten sind. Für Frauen ist das Trinken mit einem größeren Stigma verbunden als für Männer, gleichzeitig konsumieren sie oft aggressiver und erleiden schneller körperliche Schädigungen. Genau wie Kinder zählen Frauen außerdem zu der Gruppe, die besonders von Co-Abhängigkeit betroffen ist. Sie verstecken die Alkoholsucht von Familienmitgliedern und ermöglichen sie durch unfreiwillige Beihilfe oft noch. Mit oft dramatischen Folgen: Kinder aus suchtbelasteten Familien haben ein bis zu sechsfach höheres Risiko, selbst abhängig zu werden. Die Dokumentation zeigt, dass Alkoholmissbrauch nicht nur am sozialen Rand stattfindet, sondern in allen Teilen der Gesellschaft.
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Endstation Crystal - Leben in der Drogenhölle DROGEN, D 2017
Crystal Meth - eine Droge frisst sich durch unser Land. Das synthetische Gift macht vor keiner Generation halt. Einmal konsumiert, gibt es kein Entrinnen. Ein ZDF-Reporter hat über ein Jahr Crystal-Konsumenten aus Leipzig mit der Kamera begleitet, um herauszufinden, warum die Droge immer mehr Menschen in ihren Bann zieht. Wie hart ist es, aus dem Teufelskreis auszubrechen? Woher kommt Crystal, wer verkauft es, wie wird es hergestellt, und wie kämpft die Justiz gegen die Droge? Die Reportage begleitet Menschen hautnah, die die Droge seit Jahren konsumieren und alles verloren haben. Die 23-jährige Maria ist durch ihre Mutter in Kontakt mit Crystal gekommen. Die Familie konsumiert täglich die harte Droge. Marias Tochter lebt deshalb seit zwei Jahren im Heim. Die Leipzigerin hatte aufgrund ihres Konsums bereits zwei Fehlgeburten. Jetzt hat sie sich vorgenommen, einen Entzug zu machen, um wieder clean zu werden. Sie will dafür kämpfen, ihre Tochter wiederzubekommen. Der 21-jährige Manuel ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden. Drei Jahre saß er wegen Beschaffungskriminalität und Drogenhandels. Der Leipziger hat sich vorgenommen, dass alles besser wird, doch schon wenige Tage nach der Haftentlassung rutscht Manuel erneut ab und konsumiert wieder Crystal. Um die Sucht zu finanzieren, wird er sogar wieder kriminell und bricht in Schrebergärten ein. Wird er geschnappt, droht ihm erneut ein langer Gefängnisaufenthalt. Über die tschechische Grenze wird die Droge jährlich tonnenweise nach Deutschland geschmuggelt. Johannes Kopp und seine Kollegen vom bayerischen Zoll machen täglich Jagd auf Crystal-Schmuggler. Sie wissen, dass Drogenkuriere immer einfallsreicher werden und die Substanz in Windeln, auf Brötchen oder sogar in Körperöffnungen verstecken. Und doch werden Kopp und seine Kollegen immer wieder fündig.
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Die Welt der Clans - Verbrechen, Macht und Ehre RECHT UND KRIMINALITÄT, D 2020
Was zeichnet Clans aus, und wie bilden sie sich? Und warum ist der eine Clan ein tragendes Element der Gesellschaft, und der andere Clan respektiert keine Regeln und Gesetze? Die Machenschaften von kriminellen Clans alarmieren die Öffentlichkeit. Schleichend haben Familienbanden eine Parallelwelt erschaffen, in der sie ihren Geschäften nachgehen und sich um den Rechtsstaat und das Gemeinwesen wenig scheren. Die Politik hat lange tatenlos zugeschaut und muss nun mit den Folgen leben: Familienclans, die kaum zu kontrollieren scheinen. Seit Jahren sorgen die Straftaten arabischer Großfamilien immer wieder für Schlagzeilen, Berlin gilt als Hochburg des Verbrechens: Der spektakuläre Überfall auf das KaDeWe im Jahr 2014, der Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Bode-Museum im Jahr 2017, die Beschlagnahme Dutzender Berliner "Clan-Immobilien" wegen des Verdachts der Geldwäsche im Herbst 2018. Im Fokus der Ermittlungen: arabische Familienclans mit bis zu 1000 Mitgliedern. Nach Schätzungen der Polizei leben etwa 20 arabische Großfamilien in Berlin. Doch auch in Nordrhein-Westfalen und Bremen treiben sie ihr Unwesen. Meist in den 80er- und 90er-Jahren aus dem Bürgerkriegsland Libanon nach Deutschland gekommen, haben sich einige der Clans hierzulande zu einer festen Größe der Organisierten Kriminalität entwickelt. Sie verdienen an Drogen, Prostitution, Schutzgelderpressung und immer häufiger an spektakulären Raubzügen, bei denen sie Millionen erbeuten. Die Brutalität, mit der sie dabei vorgehen, haben sie zur Macht im Milieu werden lassen. Konflikte werden auf offener Straße mit Schusswaffen ausgetragen. Doch auch kriminelle Familienclans aus Osteuropa haben Deutschland zum Einsatzgebiet für ihre krummen Geschäfte ausgewählt. Mit Betrügereien wie Schockanrufen oder dem sogenannten Enkeltrick ergaunern sie Millionen, während sie sich gegenüber dem Staat als mittellos ausgeben und Hartz IV kassieren. Tragisch: Der deutsche Staat hat dem Treiben lange tatenlos zugeschaut, die Politik das Problem ignoriert. Ermittlungen innerhalb der abgeschotteten Familienstrukturen sind äußerst schwer. Keiner packt aus, und Zeugen werden nicht selten bedroht und zum Schweigen gebracht. Clan-Gesetze und der familiäre Zusammenhalt stehen oftmals über Rechtsstaat und Grundgesetz. Polizei und Justiz scheinen machtlos gegen skrupellose Clans. Dabei sind Familienclans nicht automatisch kriminell. Ganz im Gegenteil. Das Wort Clan stammt ursprünglich aus dem schottisch-gälischen Sprachgebrauch. Ursprünglich war ein Clan eine größere Familiengruppe in Schottland, die ein abgegrenztes Gebiet bewohnte und ihre Herkunft auf einen gemeinsamen Urahnen zurückführte. Der wohl weltweit bekannteste Clan lebt in den USA. Seit über 100 Jahren ziehen die Kennedys in den Vereinigten Staaten die Strippen, und mit John F. Kennedy schaffte es einer der ihren sogar bis ins Oval Office des Weißen Hauses, sein Bruder Robert wurde Justizminister.
ZDFinfo Show
Drug Wars DOKU-SOAP Großbritannien und das Kokain, GB 2019
Für viele feierfreudige Briten gehört Kokain inzwischen zum Wochenendritual. Dabei wird Koks längst nicht mehr auf der Straße gehandelt, sondern kann ganz bequem online bestellt werden. Das Filmteam wird Zeuge, wie sich zwei Studenten verschiedene Drogen im Internet bestellen und bis vor die Haustür liefern lassen. Ein paar Freunde aus London bestellen Koks beim Dealer ihres Vertrauens, als würden sie eine Pizza ordern. Die Dokumentation begleitet außerdem Straßendealer und Partylöwen durch die Nacht und zeigt einen Großhändler, der sein Geschäft vom heimischen Küchentisch aus betreibt.
ZDFinfo Show
Drug Wars DOKU-SOAP Großbritanniens junge Dealer, GB 2019
Kokain ist tief in alle Schichten und Altersgruppen der britischen Gesellschaft vorgedrungen. Die Dokumentation zeigt, wie 16-Jährige ihre Altersgenossen mit der Droge versorgen. Aber auch eine junge Büroangestellte, für die der Verkauf von Kokain in den nächtlichen Hotspots ein lukrativer Nebenverdienst ist. Und ein Paar, für das der Konsum von Kokain auf der heimischen Couch so normal ist wie das Öffnen einer Flasche Wein. Sie alle sind Beispiele für die scheinbar unaufhaltsame Ausbreitung der Droge in der britischen Gesellschaft.
ZDFinfo Show
heute-show KABARETTSHOW
Oliver Welke berichtet über den Zustand der Union, gesellschaftliche Verrohung, sowie über Steuerfahndung und Bonpflicht. Till Reiners fordert: Alles muss viel einfacher werden! Außerdem heute in Welkes Team: Antonia von Hausten, Ulrich von Heesen und Martin Klempnow.
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Gedopte Gesellschaft - Streitfall Ritalin und Co. GESELLSCHAFT UND SOZIALES, D 2020
ADHS zählt zu den häufigsten psychischen Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Betroffene werden mit Medikamenten wie Ritalin behandelt. Doch deren Wirkung ist umstritten. Für die einen sind sie ein Segen, für andere "Kinder-Koks". Ihr Wirkstoff zählt wie Kokain zu den Amphetaminen. Das macht Ritalin auch interessant für Gesunde. Denn bei ihnen wirkt es wie ein Aufputschmittel. Es steigert die Leistung, fördert die Konzentration. Immer häufiger greifen Schüler, Studenten und Berufstätige zu Ritalin und Co., um sich für besondere Herausforderungen zu wappnen. Experten warnen vor dem Missbrauch von ADHS-Medikamenten, denn die Nebenwirkungen des Hirndopings sind fatal.
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Volk auf Droge Der verlorene Kampf gegen Kiffen, Koks & Co. DROGEN, D 2019
Der Kampf gegen die Drogen sei verloren - das hört man immer häufiger von Politikern, Ärzten, sogar von der Polizei. Aber wie kann eine sinnvolle Drogenpolitik aussehen? Statt Aufklärung und Prävention heißt es oft nur Strafverfolgung, statt staatlicher Regulierung gibt es einen stetig wachsenden Schwarzmarkt. Koks, Speed und Co. scheinen den gegen sie geführten Kampf zu überstehen. Die Reporter treffen Konsumenten, die stigmatisiert werden, Dealer, die ein Riesengeschäft machen, und ehemalige Staatschefs in Sorge. Ihre Recherche führt sie auch nach Westafrika - in das Transit-Paradies für Kokain auf dem Weg nach Europa. Die Lösung im Kampf gegen die Drogen kennen alle Beteiligten: Entkriminalisierung und staatliche Regulierung. Doch bisher traute sich da nur ein einziges europäisches Land konsequent heran: Portugal. Entgegen aller Befürchtungen hat der Konsum von Drogen dort nicht zugenommen, im Gegenteil. ZDFinfo über einen langen Kampf, seine verheerenden Folgen und über neue Lösungsansätze.
ZDFinfo Doku
Escobars Vollstrecker - Geständnisse eines Killers RECHT UND KRIMINALITÄT, F 2019
Jhon Jairo Velásquez alias "Popeye" ist nicht irgendjemand. Der ehemalige Profikiller war die rechte Hand von Mafiaboss Pablo Escobar, dem Anführer des Medellín-Kartells in Kolumbien. Popeye hat nach eigenen Angaben kaltblütig mindestens 250 Menschen umgebracht. Inzwischen ist er 57 Jahre alt und hat mehr als die Hälfte seines Lebens hinter Gittern verbracht. In der früheren Drogenstadt Medellín ist Popeye jedoch ein Star.
ZDFinfo Doku
Unter Gangstern RECHT UND KRIMINALITÄT US-Waffen für das Drogen-Kartell, E 2019
Die amerikanische Verfassung garantiert jedem Bürger das Recht, uneingeschränkt Waffen zu erwerben und mit sich zu tragen. Mit fatalen Folgen, nicht nur in den Vereinigten Staaten. Immer mehr legal erworbene Waffen werden auf dem Schwarzmarkt verkauft - auf dem gesamten Kontinent. Der Journalist David Beriain begleitet einen Waffenschmuggler vom regulären Kauf der Ware in den USA bis zur Übergabe an das Sinaloa-Kartell in Mexiko. Dabei gelingt es ihm, mit Mitgliedern des Sinaloa-Kartells in Verbindung zu treten und einen Einblick in die berüchtigte Organisation zu bekommen.
ZDFinfo Doku
Unter Gangstern RECHT UND KRIMINALITÄT Die Narcos-Erben, E 2019
Nach dem Sturz Pablo Escobars sank kurzfristig Kolumbiens Kokain-Produktion. Mittlerweile ist Kolumbien aber wieder zum weltweit führenden Produzenten der Droge aufgestiegen. Neue Anführer haben die Kontrolle über das boomende Geschäft übernommen. Der Journalist David Beriain begleitet die kolumbianischen Streitkräfte bei der Operation "Agamemnon", die zum Ziel hat, das führende Drogenkartell Kolumbiens zu zerschlagen. Darüber hinaus erhält Beriain in einem Kokain-Labor einen detaillierten Einblick in den Herstellungsprozess der Droge.
ZDFinfo Doku
Wildlands - Bolivien und die Macht des Kokains DOKUMENTARFILM Bolivien und die Macht des Kokains, USA 2018
Die Dokumentation führt in die dunkle Welt der Kokainhändler und der Agenten, die sie bekämpfen. Eine Begegnung auch mit Auftragskillern und ehemaligen Gefolgsleuten Pablo Escobars. Selten hat eine Dokumentation in derart persönlichen Perspektiven die Anfänge des Kokainhandels beleuchtet. Der australische Buchautor Rusty Young trifft in Südamerika Protagonisten auf beiden Seiten des Gesetzes, die sehr freimütig ihre Geschichten erzählen. Etwa den gealterten George Jung, dessen kriminelle Karriere schon in dem Hollywood-Film "Blow" mit Johnny Depp verfilmt wurde. In den 70er- und 80er-Jahren galt er als Pionier und größter Kokainschmuggler der USA. Vom exzessiven Playboy-Leben, Knast und Drogenkonsum gezeichnet, gibt der 75-Jährige heute zu: "Das Geld war nur Mittel zum Zweck. Ich habe das Spiel geliebt, den Nervenkitzel. Ich war süchtig nach der Angst." Ähnlich beschreibt es Carlos Toro, einst hochrangiges Mitglied des berüchtigten kolumbianischen Medellin-Kartells. Er reiste in Privatjets durch die Welt, um die Handelsrouten zu sichern, schmierte mit Drogen-Millionen Zöllner, Polizei, Behörden und Politiker - bis er sich nach einem Streit mit einem der Bosse auf die Gegenseite schlug: 27 Jahre lang arbeitete Toro verdeckt für die DEA, die Anti-Drogen-Behörde des amerikanischen Justizministeriums. In dieser Zeit lieferte er Dutzende seiner ehemaligen Kollegen ans Messer. Rusty Youngs Begegnungen mit einem Auftragskiller, Fahndern und der schillernden Mätresse eines Kartellchefs geben ungewöhnliche Einblicke in die Kindertage eines kriminellen Wirtschaftszweiges, der bis heute weltweit Milliardengewinne macht. Und 90 Prozent des weißen Pulvers stammen noch immer aus Kolumbien. Autor Young kommt mit der Szene in Kontakt, als er nach seinem Studium zu einer Reise durch Südamerika aufbricht. Den ersten Impuls für seine Recherchen erhält er in Bolivien, wo ihm das vermutlich ungewöhnlichste Gefängnis der Welt begegnet: Im San Pedro Prison von La Paz müssen die Häftlinge damals Eintritt zahlen und ihre Zellen selbst kaufen. Es gibt kein Wachpersonal, dafür leben die Insassen dort mit ihren Frauen, Kindern und Haustieren zusammen. Um sich ihre Existenz in der Straf-Kommune zu finanzieren, übernehmen sie Jobs, betreiben kleine Läden - oder verkaufen Kokain, das hinter den 15 Meter hohen Mauern von San Pedro hergestellt wird.
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Inside The Criminal Mind RECHT UND KRIMINALITÄT Gangster-Bosse, CZ 2017
Drei Gangsterbosse, aber auch drei der mächtigsten Geschäftsmänner der Welt: Pablo Escobar, Al Capone und John Gotti. Ihre kriminellen Karrieren machten sie zu Legenden. Ihr Geld machten sie mit Drogenhandel, Prostitution und illegalem Glücksspiel. Ihre Methoden dabei waren grausam und unbarmherzig.
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Inside The Criminal Mind RECHT UND KRIMINALITÄT Sektenführer, CZ 2017
Charles Manson, Jim Jones, David Koresh: drei berühmte Sektenführer, die es mit bizarren Methoden und Gehirnwäsche geschafft haben, ihre Anhänger zu manipulieren und gefügig zu machen. Was zeichnet diese Menschen aus, die Hunderte von Menschen in ihren Bann ziehen konnten - bis hin zur absoluten Bewusstseinskontrolle? Die ihre Jünger gar zu Mördern machten? Gibt es ein Gen für Größenwahn?
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Inside The Criminal Mind RECHT UND KRIMINALITÄT Kidnapper, CZ 2017
Sie vergewaltigen, dominieren und foltern ihre Opfer: Kidnapper. Meistens sind es Kinder, die über Monate, Jahre oder sogar Jahrzehnte gefangen gehalten werden. Was geht in diesen Menschen vor? Was ist ursächlich für ihre sadistischen und grausamen Wünsche? In der Folge "Kidnapper" des Mehrteilers "Inside The Criminal Mind" gehen Psychologen und Profiler diesen Fragen auf den Grund.
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Inside The Criminal Mind RECHT UND KRIMINALITÄT Serienkiller, CZ 2017
Sie versetzen die Menschen in Angst und Schrecken und gelten als Inbegriff des Bösen: Serienkiller. Brutal und scheinbar lustvoll morden sie wieder und wieder. Diese Folge des Mehrteilers "Inside The Criminal Mind" befasst sich mit der Frage, was in den Köpfen von Serienkillern vorgeht. Hat ihr unmoralisches und gewaltsames Handeln biologische Wurzeln? Oder ist es eher eine Frage der Sozialisation?
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Escobars Vollstrecker - Geständnisse eines Killers RECHT UND KRIMINALITÄT, F 2019
Jhon Jairo Velásquez alias "Popeye" ist nicht irgendjemand. Der ehemalige Profikiller war die rechte Hand von Mafiaboss Pablo Escobar, dem Anführer des Medellín-Kartells in Kolumbien. Popeye hat nach eigenen Angaben kaltblütig mindestens 250 Menschen umgebracht. Inzwischen ist er 57 Jahre alt und hat mehr als die Hälfte seines Lebens hinter Gittern verbracht. In der früheren Drogenstadt Medellín ist Popeye jedoch ein Star.
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Dirty Dollars DOKUMENTATION Kokainhandel, F 2018
Von der Produktion bis zum Vertrieb ist der weltweite Kokainhandel ein professionell organisiertes Milliardengeschäft. Geschätzter Jahresumsatz: 90 Milliarden Dollar. Der Film begleitet Drogenhändler in Peru und dokumentiert die Beschlagnahmung großer Mengen Kokain. Von der Produktion in Peru bis zum Verkauf in Europa gewähren Drogendealer, Europol und Wirtschaftsexperten Einblicke in das illegale Milliardengeschäft.
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Wildlands - Bolivien und die Macht des Kokains DOKUMENTARFILM Bolivien und die Macht des Kokains, USA 2018
Die Dokumentation führt in die dunkle Welt der Kokainhändler und der Agenten, die sie bekämpfen. Eine Begegnung auch mit Auftragskillern und ehemaligen Gefolgsleuten Pablo Escobars. Selten hat eine Dokumentation in derart persönlichen Perspektiven die Anfänge des Kokainhandels beleuchtet. Der australische Buchautor Rusty Young trifft in Südamerika Protagonisten auf beiden Seiten des Gesetzes, die sehr freimütig ihre Geschichten erzählen. Etwa den gealterten George Jung, dessen kriminelle Karriere schon in dem Hollywood-Film "Blow" mit Johnny Depp verfilmt wurde. In den 70er- und 80er-Jahren galt er als Pionier und größter Kokainschmuggler der USA. Vom exzessiven Playboy-Leben, Knast und Drogenkonsum gezeichnet, gibt der 75-Jährige heute zu: "Das Geld war nur Mittel zum Zweck. Ich habe das Spiel geliebt, den Nervenkitzel. Ich war süchtig nach der Angst." Ähnlich beschreibt es Carlos Toro, einst hochrangiges Mitglied des berüchtigten kolumbianischen Medellin-Kartells. Er reiste in Privatjets durch die Welt, um die Handelsrouten zu sichern, schmierte mit Drogen-Millionen Zöllner, Polizei, Behörden und Politiker - bis er sich nach einem Streit mit einem der Bosse auf die Gegenseite schlug: 27 Jahre lang arbeitete Toro verdeckt für die DEA, die Anti-Drogen-Behörde des amerikanischen Justizministeriums. In dieser Zeit lieferte er Dutzende seiner ehemaligen Kollegen ans Messer. Rusty Youngs Begegnungen mit einem Auftragskiller, Fahndern und der schillernden Mätresse eines Kartellchefs geben ungewöhnliche Einblicke in die Kindertage eines kriminellen Wirtschaftszweiges, der bis heute weltweit Milliardengewinne macht. Und 90 Prozent des weißen Pulvers stammen noch immer aus Kolumbien. Autor Young kommt mit der Szene in Kontakt, als er nach seinem Studium zu einer Reise durch Südamerika aufbricht. Den ersten Impuls für seine Recherchen erhält er in Bolivien, wo ihm das vermutlich ungewöhnlichste Gefängnis der Welt begegnet: Im San Pedro Prison von La Paz müssen die Häftlinge damals Eintritt zahlen und ihre Zellen selbst kaufen. Es gibt kein Wachpersonal, dafür leben die Insassen dort mit ihren Frauen, Kindern und Haustieren zusammen. Um sich ihre Existenz in der Straf-Kommune zu finanzieren, übernehmen sie Jobs, betreiben kleine Läden - oder verkaufen Kokain, das hinter den 15 Meter hohen Mauern von San Pedro hergestellt wird.
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