Seychellen - Ein Meer von Farben

Seychellen - Ein Meer von Farben

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Seychellen - Ein Meer von Farben

Seychellen - Ein Meer von Farben

Landschaftsbild

Vielfalt gilt auf den Seychellen als größter Wert - nicht nur bei der faszinierenden Tierwelt. Auf der Inselgruppe im Indischen Ozean ist kulturelle Diversität das zentrale Motto. Der überaus vitale Inselstaat bietet ein wahres "Mosaik der Weltbevölkerung". In diesem doppelten Sinn spiegelt auch die Gesellschaft der "Seychellois" ein Meer von Farben. Unbeirrt von der Hitze des Feuers hält Ilris Marie seine "Tambour Moutya" über die Flammen. Damit wird die Bespannung aus Ziegenhaut gestimmt. Die Trommel soll stakkatoartige Klänge hervorbringen. Ihr schweißtreibender Rhythmus symbolisiert den afrikanischen Herzschlag des Archipels. Der zahnlose Altmeister genießt sichtlich den Moment der Aufmerksamkeit. Jetzt ist er wieder der Star seiner Jugendtage: "Die Moutya-Trommel hat mir viel Verehrung eingebracht", sagt er am nächsten Tag am türkisblauen Strand - und lächelt verschmitzt. Wer die Tänze am Vorabend verfolgt hat, kann sich vorstellen, worauf Ilris anspielt. Beim Musikfestival auf Praslin, der zweitgrößten Seychellen-Insel, dominieren zwar die neuen Musikstile wie der allgegenwärtige Reggae und Sega, die karibische und europäische Elemente in sich aufnehmen, aber die alten Traditionen aus der Sklaverei heizen die Stimmung immens auf. Hier wird deutlich, dass die Seychellen weit mehr sind als ein bloßer Urlaubstraum im Indischen Ozean. Vielfalt gilt auf den Seychellen als eigentliche Existenzgrundlage. Staat und Gesellschaft sind auf diesem Fundament aufgebaut. Das symbolisiert schon die mehrfarbige Nationalflagge. Der Stolz auf ein friedliches und glückliches Zusammenleben wird in vielen Gesprächen deutlich. Er eint die Angehörigen der alten Elite, wie den Minister für Tourismus mit den Rastas vom kleinen Ort La Misère, zu denen auch der Reggae-Star Jahrimba zählt. Seine Vorfahren stammen zum Teil von der ehemals versklavten afrikanischen Bevölkerung ab. Selbst während der fast vier Jahrzehnte andauernden autokratischen Herrschaft der "Seychelles Peoples United Party" blieb das Prinzip der kulturellen Einheit unangetastet. Seit den ersten freien Wahlen im Jahr 2016 besteht aber auch Hoffnung auf eine politische Vielfalt und eine echte Mehrparteiendemokratie. Den kritischen Stimmen der Künstler verdankt sich dieser neu gewonnene Mut der Zivilgesellschaft zu einem guten Teil. Vor allem die lokale Spielweise des karibischen Reggaes hat zu einer kreolischen Aufbruchsstimmung beigetragen. Viele sehen darin eine Rückbesinnung auf das einende Element einer spezifischen Identität als Seychellois. "Einheit in Vielfalt" gilt auf den Seychellen nicht bloß als offizielles Staatsmotto: Sie wird von der Gesamtbevölkerung als Grundlage der friedlichen Koexistenz und wirtschaftlichen Entwicklung verstanden. Damit kann der Archipel als Beispiel dafür dienen, dass ein fruchtbarer Umgang mit Vielfalt nicht bloß als Last oder Problem verstanden werden kann, sondern als wahrer Aktivposten. Der Fokus liegt auf dem Gemeinsamen, nicht auf dem Trennenden. Das zeigt sich besonders beim wichtigsten und größten Kulturfest des Landes - dem jährlichen Festival Kreol in Mahé. Eine Woche lang beherrschen die unterschiedlichen Musikstile, Tanzformen und kulinarischen Köstlichkeiten das Leben auf den Inseln. Solche Feste bieten dementsprechend Plattformen für soziale Integration. Sie betonen das Verbindende zwischen allen ethnischen Gruppen, ohne die unterschiedlichen Erfahrungen zu leugnen. Im Gegenteil, diese Unterschiede werden im Rahmen des Gemeinsamen zusammen gefeiert. Damit liefern die Seychellen ein Beispiel dafür, dass Diversität ein wertvolles Gut ist.
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Ein Sommer in Amalfi

TV-Romanze Claudia Wesskampe muss nach Süditalien fliegen, um ihren kleinen Gelsenkirchner Reisebuchverlag zu retten. Kai, Claudias bester Autor und guter Freund, hat einmal wieder seinen Vorschuss samt der Reisekasse verprasst, ohne auch nur eine Zeile für den romantischen Reiseführer rund um Amalfi abzuliefern. Als sich Kai auch noch das Bein bricht, übernimmt Claudia notgedrungen die Recherchen entlang der Küste. Claudias Begeisterung für Italien hält sich in Grenzen, ist doch ihr familiäres Schicksal eng mit diesem Land verknüpft. Während sie Fotos von der herrlichen Umgebung und den schönsten Orten sammelt, fängt Kai im Appartement oberhalb des Marktplatzes endlich an zu schreiben. Inspiriert ist er von den Gedanken an Grace Kelly und James Stewart in "Das Fenster zum Hof" und von dem gutaussehenden Kellner, der im gegenüberliegenden Café gleich neben dem Dom arbeitet. Claudias skeptische Haltung gegenüber Land und Leuten weicht langsam aber sicher einer ihr unbekannten Lebensfreude. Den Schönheiten Italiens, die ihr der charmante, smarte Italiener Luca nahe zu bringen versucht, kann sie sich nicht verschließen. Auch Padre Leo Muti, Lucas Onkel, trägt seinen Teil dazu bei. Schließlich kennt er die Deutschen und im Besonderen Ruhrpottpflanzen wie Claudia. Der Padre hat in den 70er Jahren dort regelmäßig seine Landsleute besucht, den Gastarbeitern ein Stück Heimat in Form von Lebensmitteln und Fotos der zurückgelassenen Kinder und Ehefrauen gebracht und das verdiente Geld zu den italienischen Familien mitgenommen. Am Ende hilft die Freundschaft mit dem Padre Claudia ihr Familiengeheimnis aufzuklären und ihr den Weg für die Liebe zu eröffnen. Das hatten weder sie selbst, noch Kai und Luca jemals erwartet.
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Wunderbares Thailand - Naturjuwel im Südosten Asiens

Landschaftsbild Traumhafte Strände, pittoreske Kalksteinfelsen, märchenhafte Gewässer und artenreiche Urwälder: Die atemberaubende Schönheit Thailands übertrifft das Klischee bunter Werbekampagnen. Ein eindrucksvolles Porträt eines Landes, das nicht zwischen Tradition und Moderne stehen will, sondern moderne Tradition zu leben versucht. Dabei ist die Natur Untertan im ursprünglichen Wortsinn: ein nützlicher Partner, für den Verantwortung übernommen wird. Hinter der Fassade des bekannten Klischees als exotisches Feriendomizil entpuppt sich Thailand als spirituelles Land. Hier koexistieren Tradition und Fortschritt, kooperieren Mensch und Tier, eröffnen sich unerwartete Wege, die Natur und Zivilisation nicht als Gegensätze erscheinen lassen. Thailand strotzt nur so vor imposanten Naturschauplätzen: Dichte Urwälder bieten paradiesische Lebensbedingungen für schier unzählige Tier- und Pflanzenarten, kilometerlange Strände mit weißem Sand und Mangrovenwaldküsten dominieren den Süden des Landes. Malerische Gebirgslandschaften und unberührte Wälder im Norden bieten wiederum einen Rückzugsort für seltene Großsäuger wie Leoparden oder Sambarhirsche. Fruchtbare Felder und üppiges Grünland geben dem Zentrum des südostasiatischen Königreiches seine unverkennbare Note. Hier liegt auch die pulsierende Hauptstadt Bangkok. Der Film von Steve Cole, Lara Bickerton und James Hemming gibt einen umfassenden Einblick in das thailändische Königreich. Begegnungen mit der artenreichen Tierwelt in faszinierenden Naturkulissen zeigen Thailand als wahrhaftiges Naturparadies - zu sehen sind unter anderem seltene Aufnahmen von den letzten wildlebenden Tigern und Elefanten außerhalb der Schutzzonen, die farbenprächtige fluoreszierende Unterwasserwelt bei Nacht oder Brydewale und rosa Delfine beim Fischfang im Thailändischen Golf. Ganz gleich ob Mensch oder Tier, ob Stadt oder Land - alles und jedes leistet durch seine bestimmte Wesensart einen Beitrag zum Ganzen, im mehrheitlich von Buddhisten bewohnten Land. Kann ein Riesengecko im Wohnzimmer wirklich nützen? Kann der Ameisenbefall einer Obstplantage keine Plage darstellen? Kann die Invasion eines Affenclans im heiligen Klostergarten willkommen sein? Wenn es nach thailändischer Sichtweise geht: durchaus. Der Idealfall ist ein Weg der Kooperation: Und so arbeiten etwa Fischer tagtäglich mit Delfinen zusammen, Bauern helfen Weberameisen bei der Ausdehnung ihres Imperiums auf der eigenen Plantage und brauchen so kaum Insektenvertilgungsmittel. Gärtnerinnen sammeln in Höhlen den Dung der Mauersegler und säubern im Gegenzug die Niststätten der Vögel. 95 Prozent aller Thailänder bekennen sich zum Theravada-Buddhismus. Tausende Tempel und Statuen in Stadt und Land zeigen, dass Spiritualität nicht bloß als abgehobener Gedanke existiert, sondern durch die alltägliche Praxis der eigenen Handlungsweise zur Basis des Zusammenlebens werden kann. Es zählt die pragmatische Übereinkunft zwischen Mensch, Tier und Natur: Gutes zu tun oder zumindest Schaden zu vermeiden.
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3SAT heute

ZDF ARTE
Sender Zeit Zeit Titel Start Titel
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Neo Rauch - vom alptraumhaften Rausch des Malens KÜNSTLERPORTRÄT
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Griechenland von Insel zu Insel LANDSCHAFTSBILD Die Kykladen
Teil eins besucht die Kykladen im Herzen des Ägäischen Meeres mit ihren pittoresken Dörfern und lichtdurchfluteten Landschaften.
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Griechenland von Insel zu Insel LANDSCHAFTSBILD Der Dodekanes
Der Dodekanes ist eine windgepeitschte Inselgruppe, mit der Hauptinsel Rhodos unmittelbar vor der türkischen Küste gelegen. Diese Nähe zur Türkei und die Jahrhunderte währende Fehde zwischen der griechischen und der türkischen Kultur haben den Archipel geprägt. Erst seit 1947 gehört der Dodekanes politisch zu Griechenland. Inzwischen ist ein friedliches Zusammenleben die Regel. Türkisblaues Meer, gleißende Sonne, feinsandige Strände und schroffe Felsen prägen die Vorstellungen von den Inseln Griechenlands. Die fünfteilige Reihe lädt zu einer bildgewaltigen Entdeckungsreise zu berühmten und vergessenen Orten am Rande Europas ein, in denen die Wiege der abendländischen Zivilisation stand.
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Griechenland von Insel zu Insel LANDSCHAFTSBILD Kreta
Griechenlands größte Insel Kreta ist zugleich Europas südlichste Region. Wie eine Miniatur von ganz Griechenland bietet die Natur auf Kreta fast alles, was es auch auf dem Festland gibt Den Besucher empfangen Landschaften, die von einsamen Stränden über üppige Gärten, fruchtbare Hochebenen bis hin zu schneebedeckten Bergmassiven reichen. Türkisblaues Meer, gleißende Sonne, feinsandige Strände und schroffe Felsen prägen die Vorstellungen von den Inseln Griechenlands. Die fünfteilige Reihe lädt zu einer bildgewaltigen Entdeckungsreise zu berühmten und vergessenen Orten am Rande Europas ein, in denen die Wiege der abendländischen Zivilisation stand.
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Hawaii - Inside Paradise LAND UND LEUTE Big Island - Gesichter der Feuer-Insel (Folge: 1)
Hawaii - das ist für viele Europäer noch immer ein Ort der Sehnsucht: der Traum vom palmengesäumten Pazifik-Paradies. Sieben Millionen Touristen reisen jedes Jahr zu den Inseln. Die Reihe "Hawaii - Inside Paradise" enthüllt, was die meisten von ihnen nicht sehen: faszinierende Landschaften und magische Orte jenseits der Klischees. Der erste Teil der Reihe führt nach Big Island. Sie ist die mit Abstand größte der hawaiianischen Inseln. Mit ihr begann vor 800 000 Jahren die Entstehung des Archipels. Noch heute geben die gewaltigen vulkanischen Kräfte unter der Meeresoberfläche keine Ruhe.
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Hawaii - Inside Paradise LAND UND LEUTE Maui - Das Wasserparadies (Folge: 2)
Maui - die zweitgrößte Insel Hawaiis - ist das Wasserparadies des Archipels, für Menschen und Tiere gleichermaßen. Wale bringen hier ihre Jungen zur Welt, und Surfer schätzen den Wellengang. An der Nordküste reiten die mutigsten Surfer der Welt auf bis zu 20 Meter hohen Wellen. Hawaii - das ist für viele Europäer noch immer ein Ort der Sehnsucht: der Traum vom palmengesäumten Pazifik-Paradies. Sieben Millionen Touristen reisen jedes Jahr zu den Inseln. Die Reihe "Hawaii - Inside Paradise" enthüllt, was die meisten von ihnen nicht sehen: faszinierende Landschaften und magische Orte jenseits der Klischees.
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Hawaii - Inside Paradise LAND UND LEUTE Oahu - Das Herz von Hawaii (Folge: 3)
Oahu kann beides sein: Moloch und Tropenparadies. Der aus dem Polynesischen stammende Name bezeichnet einen Versammlungsplatz - und genau das ist die Insel: ein Schmelztiegel der Nationen. Hier schlägt das Herz des modernen Hawaii, hier findet es aber auch Ruhe. Hawaii - das ist für viele Europäer noch immer ein Ort der Sehnsucht: der Traum vom palmengesäumten Pazifik-Paradies. Sieben Millionen Touristen reisen jedes Jahr zu den Inseln. Die Reihe "Hawaii - Inside Paradise" enthüllt, was die meisten von ihnen nicht sehen: faszinierende Landschaften und magische Orte jenseits der Klischees.
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Hawaii - Inside Paradise LAND UND LEUTE Kauai - Die Insel der Träume (Folge: 4)
Kauai ist ein Naturwunder: tropischer Regenwald, lange Sandstrände, Korallenriffe und steil aufragende Felsformationen. Im Zentrum der Insel liegt ein geheimnisvoller Berg, der Wai'ale'ale. Der 1569 Meter hohe Berg, der meistens hinter Wolken verschwindet, zählt zu den feuchtesten Orten der Erde. Hawaii - das ist für viele Europäer noch immer ein Ort der Sehnsucht: der Traum vom palmengesäumten Pazifik-Paradies. Sieben Millionen Touristen reisen jedes Jahr zu den Inseln. Die Reihe "Hawaii - Inside Paradise" enthüllt, was die meisten von ihnen nicht sehen: faszinierende Landschaften und magische Orte jenseits der Klischees.
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Hawaii - Inside Paradise LAND UND LEUTE Molokai - Die Paradies-Insel (Folge: 5)
Moloka'i ist anders: Auf der Insel leben nur knapp 8000 Einwohner. Die haben sich bisher erfolgreich gegen eine touristische Vereinnahmung ihrer Insel zur Wehr gesetzt. Stolz und trotzig hat Moloka'i allen ökonomischen Verheißungen des Tourismus widerstanden und zuletzt sogar ein milliardenschweres Konsortium vergrault, das an der entlegenen Nordwestküste der Insel ein abgesperrtes Edel-Resort für Superreiche errichten wollte. Das Millionärs-Ferien-Ghetto hätte Molokai's Infrastruktur deutlich überfordert.
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Wilde Inseln LANDSCHAFTSBILD Sansibar
Östlich von Tansania, 40 Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt, liegt eine der exotischsten Inselgruppen der Welt: der Sansibar-Archipel. Sansibar ist die Insel der ungezähmten Wildnis. Unberührte Buchten und azurblaues Wasser machen Sansibar zu einem perfekten Ferienparadies. Doch wenn die Sonne langsam im Meer versinkt, bevölkern bizarre Kreaturen die Traumstrände. Seit Jahrtausenden vom Festland isoliert, haben sich die Lebewesen auf diesem begrenzten Raum an Nischen angepasst und in rasanter Geschwindigkeit neue Arten gebildet.
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Wilde Inseln LANDSCHAFTSBILD Karibik
Zwischen dem nord- und südamerikanischen Kontinent liegt ein tropisches Paradies: die Karibik. Über 7000 Inseln und Riffe ankern im kristallklaren Wasser des Karibischen Meeres. Einige Inseln sind nur wenige Quadratmeter groß, andere sind Hunderte von Kilometern lang. Doch sie alle verfügen über eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt.
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Wilde Inseln LANDSCHAFTSBILD Sri Lanka
Wie eine winzige Träne liegt Sri Lanka nur sechs Grad über dem Äquator inmitten des Indischen Ozeans. Der Inselstaat umfasst weniger als 75 000 Quadratkilometer. Die Vielfalt seiner Tierwelt kann es jedoch mit jedem Kontinent aufnehmen. Und auch die komplexen klimatischen und geografischen Bedingungen sind von besonderem Ausmaß.
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Die Südsee NATUR UND UMWELT Trauminseln
Die Südsee - hier wird der Traum von der einsamen Insel wahr. Inmitten des größten Ozeans der Erde liegen wie Perlen Tausende von Inseln. Die Reihe zeigt eine Welt voller Überraschungen. Denn welche Vielfalt die Natur des Südpazifiks bietet, welch außergewöhnliche Tiere und Pflanzen auf den oft nur winzigen Eilanden eine Heimat finden und welch faszinierende Traditionen die Einheimischen bis in das 21. Jahrhundert erhalten haben, wissen nur wenige. Von den Tropen bis an die Grenze der antarktischen Gewässer reicht die Welt der Inseln. Viele von ihnen sind hunderte von Kilometern voneinander entfernt, dazwischen nichts als der Stille Ozean. Eine Welt voller Gefahren mit turmhohen Wellen, gewaltigen Taifunen und im äußersten Süden sogar Schneestürmen. Durch die extreme Isolation der Inseln entstanden über die Jahre eine Vielzahl an bizarren Arten mit außergewöhnlichem Verhalten wie etwa fleischfressende Raupen oder der Palmendieb, ein riesiger Krebs, der sogar Kokosnüsse knacken kann. Die Südsee bietet auch Tieren einen Lebensraum, die viele so nah am Äquator nicht vermuten würden: So finden in den nährstoffreichen Gewässern rund um die Galapagosinseln Seelöwen und Pinguine reichlich Nahrung. Tausende von Kilometern entfernt spielt sich jedes Jahr ein Drama ab: Auf den French Frigate Shoals, flachen Sandinseln westlich von Hawaii, erblicken Albatros-Küken das Licht der Welt. Wenn die Kleinen mit der großen Spannweite flügge werden, sind ihre Flug- und vor allem Startversuche noch etwas unsicher. Nicht selten kommt es zur Bruchlandung im Meer. Dort werden sie bereits von Tigerhaien erwartet - ein Kampf ums Überleben beginnt.
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Die Südsee NATUR UND UMWELT Tierische Eroberer
Versteckt im Pazifik liegen vom Wasser isolierte Inseln, die von bizarren Tierarten und einzigartigen Völkern bewohnt sind: die Südseeinseln. Trotz extremer Abgeschiedenheit hat jede Insel ihre Bewohner: Pflanzen, Tiere und letztlich auch Menschen haben jedes Südsee-Eiland erobert. Wie kamen sie alle hierher? Ein Rätsel, das Generationen von Forschern beschäftigte. Schillernde Paradiesvögel im undurchdringlichen Regenwald, riesige Leistenkrokodile in Mangrovensumpf: Die Artenvielfalt und geografische Lage Neuguineas im westlichen Pazifik macht die größte Tropeninsel der Erde zum idealen Sprungbrett für Inselpioniere. Von hier aus schafften viele die 60 Kilometer zu den nächstliegenden Salomonen, wo sie sich unabhängig von ihren Artengenossen weiterentwickeln konnten. Die Krokodile konnten schwimmen, die Menschen paddeln, Flughunde nahmen wahrscheinlich den Luftweg. Doch es gibt auch Arten, die zurückbleiben mussten: Mit ihrem prächtigen Federkleid überzeugen Paradiesvogel-Männchen ihre Weibchen bei der Balz, aber für Langstreckenflüge sind sie nicht geeignet - das Leben im Inselparadies hat eben seinen Preis. Je größer die Distanz zum Festland, desto ausgefallener die Transportwege und Überlebensstrategien der tierischen Eroberer: Viele Reptilien, so vermuten Biologen, strandeten schon vor Jahrtausenden mit Treibgut auf einer Insel - doch kein einziges schaffte es so weit wie der Jungferngecko: Von Neuguinea aus eroberte die nachtaktive Art die gesamte Südsee. Jungferngeckos gibt es sogar auf Hawaii, 4000 Kilometer von der Landmasse Nordamerikas entfernt. Ob zu Wasser oder in der Luft, aus eigener Kraft oder als blinder Passagier - ihre Eroberer haben das Gesicht der Südsee für immer verändert.
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Die Südsee NATUR UND UMWELT Feuerinseln im Ozean
Die paradiesischen Trauminseln der Südsee sind aus Feuer geboren. Der Pazifische Feuerring zählt zu den Regionen mit der höchsten vulkanischen Aktivität der Erde. Der Zuschauer ist dabei, wenn eine neue Insel geboren wird, Luftaufnahmen zeigen einen Vulkanausbruch nur knapp unter der Wasseroberfläche. Andere Vulkane sind schon längst von Wasser und Wind abgetragen. Zurück blieben flache Atolle, umgeben von Korallenriffen. Viele Tiere haben sich an die extremen Bedingungen angepasst und wissen sie auf ihre Art zu nutzen. Auf den Salomonen nutzen Bismarckhühner geschickt die vulkanische Hitze: Sie vergraben ihre Eier in der warmen Erde und lassen sie ausbrüten. Auf den teils schneebedeckten Gipfeln der Vulkane auf Hawaii lebt ein Käfer, der ein Frostschutzmittel in seinen Tracheen besitzt. So kann er selbst Temperaturen unter dem Gefrierpunkt überdauern. Nicht nur Inseln kennzeichnen die Südsee - größter Lebensraum ist natürlich der Pazifik. Seine Fläche ist größer als alles Festland der Erde zusammengenommen. Mehr als die Hälfte des Wassers auf unserem Planeten befindet sich in diesem Ozean. Einige Bereiche sind voller Nährstoffe, andere unwirtlich wie eine blaue Wüste. Die Tiere des Pazifiks legen oft gewaltige Distanzen zurück, um zu neuen Nahrungsgründen zu gelangen oder um Partner zu finden. Von den Tiefseetauchern der Tierwelt, den Buckelwalen, über Riesenschildkröten bis hin zu Pinguinen und Haien - die Südsee bietet einer Vielzahl von außergewöhnlichen Wesen eine Heimat.
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Die Südsee NATUR UND UMWELT Sonderbare Tierwelt
Flugunfähige, nachtaktive Papageien, Pinguine, die ihren Nachwuchs in dichten Wäldern aufziehen, Kängurus, die auf Bäumen leben: Auf den Inseln des Pazifiks lebt eine sonderbare Tierwelt. Kleinere Inseln haben oft nur Platz für wenige merkwürdige Tierarten - doch auf Neuseeland mit seinen Regenwäldern, Gebirgen und Gletschern hat sich im Laufe der Evolution eine Vielzahl einzigartiger Tiere entwickelt, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Fledermäuse suchen auf dem Erdboden nach Insekten und Würmern anstatt in der Luft zu jagen, und selbst viele Vögel wurden flugunfähig. Auf Neuseeland brauchten sie lange keine Feinde zu fürchten - bis zu dem Tag, als Neuankömmlinge auf die isolierten Inseln kamen. Mit der Erkundung und Eroberung der Südsee brachte der Mensch tierische Neubürger auf die Inseln. Heute bevölkern Hunde und Katzen, Ratten, Marder und nicht weniger als 70 Millionen Fuchskusus, australische Beuteltiere, Neuseeland - mit katastrophalen Konsequenzen für die empfindliche einheimische Tierwelt. Wieso sind die so perfekt an das Inselleben angepassten Tierarten so wehrlos? Und warum wurden sie so schnell an den Rand der Ausrottung getrieben? Wie die Tiere haben sich auch die Menschen spezialisiert. Auf der Salomon-Insel Santa Catalina gehen Männer noch heute mit Spinnweben auf Fischzug. Auf Vanuatu begehen die Insulaner alle drei Jahre ein farbenprächtiges Fest - sie feiern ihre Unabhängigkeit vom Kannibalismus.
3SAT Doku
Kroatien - Inselwelten vor Dubrovnik LAND UND LEUTE
Die Küste Süddalmatiens gehört zu den schönsten in Europa. Festland und Inseln, Buchten, Meeresarme und offene See, alles ist miteinander verwoben, alles ineinander verschlungen. Abgeschnitten durch den Meereszugang von Bosnien-Herzegowina bildet die Hafenstadt Dubrovnik mit den Inseln vor ihren Festungsmauern einen eigenen kleinen Kosmos. Die Dokumentation stellt die Inselwelten vor Dubrovnik und die Menschen, die dort leben, vor. Eine der Aufgaben des Instituts für Meereskunde von Dubrovnik ist die Bestückung des Meeres-Aquariums in der Festungsanlage der Stadt. Nach frischen Exponaten der adriatischen Meeresfauna tauchen die Biologen vor der Nachbarinsel Lokrum. Spektakulär fällt dort eine Felswand mehrere 100 Meter in die Tiefe. Zu den vielen Traditionen, auf die sich die Kroaten nach Kommunismus und Krieg wieder besinnen, gehört auf der Insel Korèula die Moreska, ein Schwert- und Säbeltanz, der zur Zeit der Renaissance im ganzen Mittelmeerraum verbreitet war. Alljährlich wird er in den Sommermonaten aufgeführt. Ein Abstecher der Reise zu den Inselwelten führt nach Lastovo am Rande des süddalmatinischen Archipels. Es war militärisches Sperrgebiet der jugoslawischen Armee und durfte bis 1992 nicht von Ausländern betreten werden. Seit dem Ende des Kalten Kriegs rosten die Kanonen vor sich hin. Eine tröstliche Folge: Die Natur der Insel mit ihren typischen Steinhäusern blieb intakt. 2006 wurde Lastovo zum Nationalpark erklärt.
3SAT Film
Ein Sommer in Amalfi TV-ROMANZE
Claudia Wesskampe muss nach Süditalien fliegen, um ihren kleinen Gelsenkirchner Reisebuchverlag zu retten. Kai, Claudias bester Autor und guter Freund, hat einmal wieder seinen Vorschuss samt der Reisekasse verprasst, ohne auch nur eine Zeile für den romantischen Reiseführer rund um Amalfi abzuliefern. Als sich Kai auch noch das Bein bricht, übernimmt Claudia notgedrungen die Recherchen entlang der Küste. Claudias Begeisterung für Italien hält sich in Grenzen, ist doch ihr familiäres Schicksal eng mit diesem Land verknüpft. Während sie Fotos von der herrlichen Umgebung und den schönsten Orten sammelt, fängt Kai im Appartement oberhalb des Marktplatzes endlich an zu schreiben. Inspiriert ist er von den Gedanken an Grace Kelly und James Stewart in "Das Fenster zum Hof" und von dem gutaussehenden Kellner, der im gegenüberliegenden Café gleich neben dem Dom arbeitet. Claudias skeptische Haltung gegenüber Land und Leuten weicht langsam aber sicher einer ihr unbekannten Lebensfreude. Den Schönheiten Italiens, die ihr der charmante, smarte Italiener Luca nahe zu bringen versucht, kann sie sich nicht verschließen. Auch Padre Leo Muti, Lucas Onkel, trägt seinen Teil dazu bei. Schließlich kennt er die Deutschen und im Besonderen Ruhrpottpflanzen wie Claudia. Der Padre hat in den 70er Jahren dort regelmäßig seine Landsleute besucht, den Gastarbeitern ein Stück Heimat in Form von Lebensmitteln und Fotos der zurückgelassenen Kinder und Ehefrauen gebracht und das verdiente Geld zu den italienischen Familien mitgenommen. Am Ende hilft die Freundschaft mit dem Padre Claudia ihr Familiengeheimnis aufzuklären und ihr den Weg für die Liebe zu eröffnen. Das hatten weder sie selbst, noch Kai und Luca jemals erwartet.
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Seen-Sucht nach Süden - Die oberitalienischen Seen LAND UND LEUTE
Es ist nur eine kurze Reise über die Alpen zu den vielleicht schönsten Seen Norditaliens: Lago Maggiore, Comer See und Gardasee. ZDF-Autorin Barbara Lueg und ihr Team besuchen Seen-Suchtsorte, deren Natur und deren Menschen mitten ins Herz treffen. Die Kraft schöpfen aus dem, was sie umgibt, die sich von Lebenslust und Leichtigkeit beflügeln lassen und ihre Seen-Sucht leben. Dieses schöne Klima, das schöne Essen, unsere Produkte und dann diese Aromen - Zitronen, Orangen, Mandarinen!" Der 79-jährige Franco ist ein Mann der starken Worte und großen Gesten, und er weiß genau, was die Deutschen am Gardasee so lieben. Er war dabei, als die Deutschen in den 50er-Jahren erstmals fiebrig über die Alpen knatterten: "Die Touristen kamen mit Zelten, und wir Italiener dachten: 'Warum kommen die mit Zelten?' Aber dann langsam verstanden wir: Das war der erste Tourismo, fantastisch!" Sein alter Eiswagen, mit dem er damals Gelati an die Deutschen verkaufte, steht heute in seinem Museum der deutsch-italienischen Freundschaft. Während der Gardasee der See der Deutschen ist, besticht der Comer See durch seine mondäne Schönheit: Jede einzelne Villa am Ufer erzählt ihre eigene Geschichte. Und die Villa Oleandra die von George Clooney. Jedes Mal, wenn der Hollywoodstar in seine Villa am Westufer des Comer Sees reist, hebt es das 1000-Seelen-Dorf Laglio völlig aus den Angeln. "Einmal hat er ganz viele aus Hollywood in seine Villa eingeladen: Julia Roberts, Cameron Diaz, Brad Pitt, Jennifer Aniston - alle waren hier in Laglio und haben unseren Ort weltberühmt gemacht", erzählt Daniele. Er stammt aus der berühmten Riva-Dynastie und baut am Comer See bereits in der achten Generation die Boote, die für Jetset und Eleganz stehen. Am Lago Maggiore treffen Barbara Lueg und ihr Team zwei Charakterköpfe, die hier einer ungewöhnlichen Tradition folgen: Colette und Giovanni stellen Regenschirme her. Regenschirme? "Naja, wegen der Sonne. Ein Regenschirm gegen die Sonne", erklärt Giovanni. Seit Jahrzehnten produzieren sie die Schirme in Handarbeit aus edlen Stoffen und Holz und folgen damit einem Handwerk, das schon um 1800 hier begründet wurde. Einst waren die Schirme der beiden über die Ufer hinaus begehrt. Doch die Zeit hat die beiden eingeholt: Inzwischen bestellen die großen, bekannten Firmen lieber in Fernost. Die beiden aber nehmen es ziemlich locker, dass sich die Welt über ihre Köpfe hinweg gedreht hat. Genauso, wie sie akzeptieren, dass der Lago Maggiore zumindest im Sommer nicht mehr wirklich ihr See ist - ein bisschen zu viel Trubel, zu viele Touristen, zu viel Hektik.
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Wunderbares Thailand - Naturjuwel im Südosten Asiens LANDSCHAFTSBILD
Traumhafte Strände, pittoreske Kalksteinfelsen, märchenhafte Gewässer und artenreiche Urwälder: Die atemberaubende Schönheit Thailands übertrifft das Klischee bunter Werbekampagnen. Ein eindrucksvolles Porträt eines Landes, das nicht zwischen Tradition und Moderne stehen will, sondern moderne Tradition zu leben versucht. Dabei ist die Natur Untertan im ursprünglichen Wortsinn: ein nützlicher Partner, für den Verantwortung übernommen wird. Hinter der Fassade des bekannten Klischees als exotisches Feriendomizil entpuppt sich Thailand als spirituelles Land. Hier koexistieren Tradition und Fortschritt, kooperieren Mensch und Tier, eröffnen sich unerwartete Wege, die Natur und Zivilisation nicht als Gegensätze erscheinen lassen. Thailand strotzt nur so vor imposanten Naturschauplätzen: Dichte Urwälder bieten paradiesische Lebensbedingungen für schier unzählige Tier- und Pflanzenarten, kilometerlange Strände mit weißem Sand und Mangrovenwaldküsten dominieren den Süden des Landes. Malerische Gebirgslandschaften und unberührte Wälder im Norden bieten wiederum einen Rückzugsort für seltene Großsäuger wie Leoparden oder Sambarhirsche. Fruchtbare Felder und üppiges Grünland geben dem Zentrum des südostasiatischen Königreiches seine unverkennbare Note. Hier liegt auch die pulsierende Hauptstadt Bangkok. Der Film von Steve Cole, Lara Bickerton und James Hemming gibt einen umfassenden Einblick in das thailändische Königreich. Begegnungen mit der artenreichen Tierwelt in faszinierenden Naturkulissen zeigen Thailand als wahrhaftiges Naturparadies - zu sehen sind unter anderem seltene Aufnahmen von den letzten wildlebenden Tigern und Elefanten außerhalb der Schutzzonen, die farbenprächtige fluoreszierende Unterwasserwelt bei Nacht oder Brydewale und rosa Delfine beim Fischfang im Thailändischen Golf. Ganz gleich ob Mensch oder Tier, ob Stadt oder Land - alles und jedes leistet durch seine bestimmte Wesensart einen Beitrag zum Ganzen, im mehrheitlich von Buddhisten bewohnten Land. Kann ein Riesengecko im Wohnzimmer wirklich nützen? Kann der Ameisenbefall einer Obstplantage keine Plage darstellen? Kann die Invasion eines Affenclans im heiligen Klostergarten willkommen sein? Wenn es nach thailändischer Sichtweise geht: durchaus. Der Idealfall ist ein Weg der Kooperation: Und so arbeiten etwa Fischer tagtäglich mit Delfinen zusammen, Bauern helfen Weberameisen bei der Ausdehnung ihres Imperiums auf der eigenen Plantage und brauchen so kaum Insektenvertilgungsmittel. Gärtnerinnen sammeln in Höhlen den Dung der Mauersegler und säubern im Gegenzug die Niststätten der Vögel. 95 Prozent aller Thailänder bekennen sich zum Theravada-Buddhismus. Tausende Tempel und Statuen in Stadt und Land zeigen, dass Spiritualität nicht bloß als abgehobener Gedanke existiert, sondern durch die alltägliche Praxis der eigenen Handlungsweise zur Basis des Zusammenlebens werden kann. Es zählt die pragmatische Übereinkunft zwischen Mensch, Tier und Natur: Gutes zu tun oder zumindest Schaden zu vermeiden.
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Seychellen - Ein Meer von Farben LANDSCHAFTSBILD
Vielfalt gilt auf den Seychellen als größter Wert - nicht nur bei der faszinierenden Tierwelt. Auf der Inselgruppe im Indischen Ozean ist kulturelle Diversität das zentrale Motto. Der überaus vitale Inselstaat bietet ein wahres "Mosaik der Weltbevölkerung". In diesem doppelten Sinn spiegelt auch die Gesellschaft der "Seychellois" ein Meer von Farben. Unbeirrt von der Hitze des Feuers hält Ilris Marie seine "Tambour Moutya" über die Flammen. Damit wird die Bespannung aus Ziegenhaut gestimmt. Die Trommel soll stakkatoartige Klänge hervorbringen. Ihr schweißtreibender Rhythmus symbolisiert den afrikanischen Herzschlag des Archipels. Der zahnlose Altmeister genießt sichtlich den Moment der Aufmerksamkeit. Jetzt ist er wieder der Star seiner Jugendtage: "Die Moutya-Trommel hat mir viel Verehrung eingebracht", sagt er am nächsten Tag am türkisblauen Strand - und lächelt verschmitzt. Wer die Tänze am Vorabend verfolgt hat, kann sich vorstellen, worauf Ilris anspielt. Beim Musikfestival auf Praslin, der zweitgrößten Seychellen-Insel, dominieren zwar die neuen Musikstile wie der allgegenwärtige Reggae und Sega, die karibische und europäische Elemente in sich aufnehmen, aber die alten Traditionen aus der Sklaverei heizen die Stimmung immens auf. Hier wird deutlich, dass die Seychellen weit mehr sind als ein bloßer Urlaubstraum im Indischen Ozean. Vielfalt gilt auf den Seychellen als eigentliche Existenzgrundlage. Staat und Gesellschaft sind auf diesem Fundament aufgebaut. Das symbolisiert schon die mehrfarbige Nationalflagge. Der Stolz auf ein friedliches und glückliches Zusammenleben wird in vielen Gesprächen deutlich. Er eint die Angehörigen der alten Elite, wie den Minister für Tourismus mit den Rastas vom kleinen Ort La Misère, zu denen auch der Reggae-Star Jahrimba zählt. Seine Vorfahren stammen zum Teil von der ehemals versklavten afrikanischen Bevölkerung ab. Selbst während der fast vier Jahrzehnte andauernden autokratischen Herrschaft der "Seychelles Peoples United Party" blieb das Prinzip der kulturellen Einheit unangetastet. Seit den ersten freien Wahlen im Jahr 2016 besteht aber auch Hoffnung auf eine politische Vielfalt und eine echte Mehrparteiendemokratie. Den kritischen Stimmen der Künstler verdankt sich dieser neu gewonnene Mut der Zivilgesellschaft zu einem guten Teil. Vor allem die lokale Spielweise des karibischen Reggaes hat zu einer kreolischen Aufbruchsstimmung beigetragen. Viele sehen darin eine Rückbesinnung auf das einende Element einer spezifischen Identität als Seychellois. "Einheit in Vielfalt" gilt auf den Seychellen nicht bloß als offizielles Staatsmotto: Sie wird von der Gesamtbevölkerung als Grundlage der friedlichen Koexistenz und wirtschaftlichen Entwicklung verstanden. Damit kann der Archipel als Beispiel dafür dienen, dass ein fruchtbarer Umgang mit Vielfalt nicht bloß als Last oder Problem verstanden werden kann, sondern als wahrer Aktivposten. Der Fokus liegt auf dem Gemeinsamen, nicht auf dem Trennenden. Das zeigt sich besonders beim wichtigsten und größten Kulturfest des Landes - dem jährlichen Festival Kreol in Mahé. Eine Woche lang beherrschen die unterschiedlichen Musikstile, Tanzformen und kulinarischen Köstlichkeiten das Leben auf den Inseln. Solche Feste bieten dementsprechend Plattformen für soziale Integration. Sie betonen das Verbindende zwischen allen ethnischen Gruppen, ohne die unterschiedlichen Erfahrungen zu leugnen. Im Gegenteil, diese Unterschiede werden im Rahmen des Gemeinsamen zusammen gefeiert. Damit liefern die Seychellen ein Beispiel dafür, dass Diversität ein wertvolles Gut ist.
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Malediven - Perlen im Indischen Ozean TOURISMUS
Die Malediven, 1196 Inseln mitten im Indischen Ozean, sind Symbol für die Sehnsucht nach exotischer Südseeromantik. Doch der Inselstaat steht vor großen Herausforderungen. Knapp eine Million Touristen zieht es jährlich in die Traumkulisse. Doch während sich die wohlhabenden Gäste in rund 100 Luxusresorts verwöhnen lassen, lebt die einheimische Bevölkerung getrennt von den Touristen auf eigenen Inseln unter einfachsten Bedingungen. Die Malediven erstrecken sich einer türkis-schimmernden Perlenkette gleich über eine Meeresfläche von der Größe Portugals. Doch sie sind voller Widersprüche aus Tradition und Moderne, Alkoholverbot und Cocktailgelagen, Naturschutz und Umweltbelastung. Die 22-jährige Sama lebt sehr gerne in beiden Welten. Sie arbeitet in einem der weltweit teuersten Fünf-Sterne-Hotels als Kindergärtnerin. Samas Heimatinsel Kamadhoo ist nur einen Kilometer entfernt. Jeden Nachmittag fährt sie mit dem Wassertaxi des Hotels nach Hause zu ihren Eltern. Ihr Vater ist schwer krank und benötigt dringend eine Nierentransplantation. Ihren gesamten monatlichen Lohn von 250 Dollar spart Sama für die teure Operation. Für die Touristen in den sündhaft teuren Luxusresorts wie dem "Conrad Rangali" im Ari-Atoll wird sich nach Meinung des deutschen Hotelmanagers Carsten Schieck trotz aller Widersprüche nichts ändern. Alkohol- und Wellnessverbote - von streng islamischen Politikern immer wieder gefordert - lassen sich nicht durchsetzen. Zu groß ist der Profit, die Malediven leben zu 95 Prozent von den Einkünften aus dem Tourismus. Knapp einen Meter liegen die 1196 Inseln im Durchschnitt über dem Meeresspiegel. Steigt das Wasser infolge der globalen Klimaerwärmung weiter an, könnten die Malediven als eines der ersten Länder der Welt im Meer versinken. Noch sieht Meeresbiologin Shafiya Naeem dieser Bedrohung gelassen entgegen, denn ein Großteil der Korallenbänke an den Riffen ist gesund und wächst mit dem ansteigenden Meeresspiegel. "Die Riffe sind die natürlichen Schutzbarrieren unseres Landes. Ohne sie sind wir den Wellen des offenen Meeres hilflos ausgeliefert." Deswegen arbeitet sie zusammen mit anderen Forschern im Baa-Atoll an der Züchtung besonders widerstandsfähiger Korallen.
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Reisen in ferne Welten LAND UND LEUTE Sansibar - Gewürze, Geister und Genossen
Der Sansibar-Archipel ist eine Gruppe von drei größeren und mehreren kleineren Inseln vor der Küste Tansanias. Benannt ist er nach der größten Insel Sansibar, die heute Unguja heißt. Der Film schildert das Leben und den Alltag im Sansibar-Archipel. Er führt in eine Welt, in der längst die Moderne Einzug gehalten hat, wo aber die jahrhundertalte Bauweise der Dhau-Fähren heute noch unverzichtbar für den Warenaustausch und Personenverkehr ist. Die Inseln gehören zu Tansania, und es verkehren täglich mehrere Fähren und moderne Schnellboote zwischen Dar es Salam auf dem Festland und Sansibar-Stadt. Daneben kommt aber den traditionellen Dhau-Fähren bis heute eine wesentliche Rolle zu. Der Begriff "Dhau" umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Segelschiffe aus Holz in zahlreichen Größen, deren gemeinsames Merkmal ein flaches, schräg aus dem Kiel hervorgehendes Vorderteil ist. Ein Boots-Typ, wie er vor allem im Indischen Ozean seit vielen Hundert Jahren mehr oder weniger unverändert gebaut wird.
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Tropenparadies Bali - Eine Perle Indonesiens LANDSCHAFTSBILD
Bali gilt als eine der schönsten Inseln der Welt. Ein Urlaubsparadies mit üppigen Landschaften und einer faszinierenden Kultur. Dazu kommt eine traditionsreiche und schmackhafte Landesküche. Bali ist die touristisch bekannteste der über 17 000 Inseln des indonesischen Archipels. Die meisten Touristen zieht es an die Strände im Süden zwischen Kuta und Seminyak. Deshalb wird dieser Küstenabschnitt auch die "Copacabana Indonesiens" genannt. Ein Paradies für Kunstliebhaber und Sammler ist die Gegend um Ubud. Wer aber das ursprüngliche Bali sucht, sollte einen Abstecher in den Norden der Insel machen: Reisterrassen wechseln sich dort mit malerischen Dörfern und eindrucksvollen Vulkanbergen ab.
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unterwegs LANDSCHAFTSBILD
Man nennt sie "die Insel mit den 100 Gesichtern": L'Île de la Réunion, das etwas andere Stück Frankreich mitten im Indischen Ozean, ist mehr als nur eine Badeinsel. La Réunion besticht durch seine Vielfalt: Vom Sandstrand bis zum Vulkankrater, vom tropischen Regenwald bis zu 3000 Meter hohen Bergen hat das französische Überseedepartement einiges zu bieten. Moderatorin Wasiliki Goutziomitros nimmt die Insel unter die Lupe. Zu Beginn ihrer Reise hilft Wasiliki Goutziomitros einem Winzer bei der Traubenernte. Anschließend fährt sie ans Meer. Die einzigartige Natur der Insel, die grün bewachsenen Berge und steilen Abhänge bezaubern sie. Auf ihrer Reise trifft die Moderatorin einen ganz speziellen Inselbewohner: Angélo Thiburce ist seit fast 40 Jahren Postbote in der abgelegensten Bergregion der Insel. Er nimmt Wasiliki Goutziomitros mit auf Wanderschaft und zeigt ihr die wunderbaren Naturschätze, die Mafate zu bieten hat.
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unterwegs LANDSCHAFTSBILD
Moderator Roland Luder reist für die Reihe "unterwegs" durch die Inselwelt von Thailand. Seine Reise beginnt im Tauchparadies Similan. Dieser aus neun Inseln bestehende tropische Archipel ist heute ein Nationalpark und daher nur per Boot erreichbar. Auf der Insel Surin besucht Roland Luder am nächsten Tag echte Seenomaden, die sogenannten Moklen. Sie leben noch größtenteils auf ihren Booten. Die Moklen sind staatenlos und glauben an Naturgeister. Danach reist Roland Luder weiter nach Phuket. Die größte Insel Thailands besticht durch eine paradiesische Landschaft und bietet gleichzeitig ein anregendes Nachtleben und schöne Ausflugsziele: zum Beispiel den Big Buddha. Mit einem landestypischen Longtail-Boot erkundet der Moderator später die Umgebung von Krabi und stößt auf einen Phallusschrein. Er trifft ein junges Paar, das sich Kinder wünscht und deshalb dort ein Fruchtbarkeitsritual abhält. Als krönenden Abschluss seiner Reise wählt Roland Luder die Phi-Phi-Inseln. Dort sucht er nach der verborgenen Lagune aus dem Film "The Beach".
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Kuba - Juwel der Karibik LANDSCHAFTSBILD
Die Geschichte Kubas beginnt 1492 mit der Landung von Christoph Kolumbus. Sie läutete die spanische Kolonialzeit ein, die das Antlitz von Havanna bis heute prägt. Jahr für Jahr locken Musik, Tabak und Tropensonne Tausende Touristen aus aller Welt auf die Insel. Doch kaum einem offenbart sich das Kuba jenseits der Strände: Die Korallenriffe vor der Insel sollen die besten Fischgründe in der Karibik sein. Seit der Revolution im Jahr 1959 sind die Hoheitsgewässer Kubas für die internationalen Fischereiflotten gesperrt. In den glasklaren Gewässern tummeln sich bizarre Rifffische und Haie, die erahnen lassen, wie die gesamte Karibik noch vor relativ kurzer Zeit ausgesehen haben muss. Außerdem beherbergt die größte der Karibischen Inseln neben einer Reihe von Arten, die nur dort vorkommen, auch den kleinsten Vogel, den kleinsten Frosch und die aggressivsten Krokodile der Welt. Doch wie kamen diese Tiere auf die Insel?
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Hawaii - Inside Paradise LAND UND LEUTE Big Island - Gesichter der Feuer-Insel
Hawaii - das ist für viele Europäer noch immer ein Ort der Sehnsucht: der Traum vom palmengesäumten Pazifik-Paradies. Sieben Millionen Touristen reisen jedes Jahr zu den Inseln. Die Reihe "Hawaii - Inside Paradise" enthüllt, was die meisten von ihnen nicht sehen: faszinierende Landschaften und magische Orte jenseits der Klischees. Der erste Teil der Reihe führt nach Big Island. Sie ist die mit Abstand größte der hawaiianischen Inseln. Mit ihr begann vor 800 000 Jahren die Entstehung des Archipels. Noch heute geben die gewaltigen vulkanischen Kräfte unter der Meeresoberfläche keine Ruhe.
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Hawaii - Inside Paradise LAND UND LEUTE Maui - Das Wasserparadies
Maui - die zweitgrößte Insel Hawaiis - ist das Wasserparadies des Archipels, für Menschen und Tiere gleichermaßen. Wale bringen hier ihre Jungen zur Welt, und Surfer schätzen den Wellengang. An der Nordküste reiten die mutigsten Surfer der Welt auf bis zu 20 Meter hohen Wellen. Hawaii - das ist für viele Europäer noch immer ein Ort der Sehnsucht: der Traum vom palmengesäumten Pazifik-Paradies. Sieben Millionen Touristen reisen jedes Jahr zu den Inseln. Die Reihe "Hawaii - Inside Paradise" enthüllt, was die meisten von ihnen nicht sehen: faszinierende Landschaften und magische Orte jenseits der Klischees.
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Hawaii - Inside Paradise LAND UND LEUTE Oahu - Das Herz von Hawaii
Oahu kann beides sein: Moloch und Tropenparadies. Der aus dem Polynesischen stammende Name bezeichnet einen Versammlungsplatz - und genau das ist die Insel: ein Schmelztiegel der Nationen. Hier schlägt das Herz des modernen Hawaii, hier findet es aber auch Ruhe. Hawaii - das ist für viele Europäer noch immer ein Ort der Sehnsucht: der Traum vom palmengesäumten Pazifik-Paradies. Sieben Millionen Touristen reisen jedes Jahr zu den Inseln. Die Reihe "Hawaii - Inside Paradise" enthüllt, was die meisten von ihnen nicht sehen: faszinierende Landschaften und magische Orte jenseits der Klischees.
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Hawaii - Inside Paradise LAND UND LEUTE Kauai - Die Insel der Träume
Kauai ist ein Naturwunder: tropischer Regenwald, lange Sandstrände, Korallenriffe und steil aufragende Felsformationen. Im Zentrum der Insel liegt ein geheimnisvoller Berg, der Wai'ale'ale. Der 1569 Meter hohe Berg, der meistens hinter Wolken verschwindet, zählt zu den feuchtesten Orten der Erde. Hawaii - das ist für viele Europäer noch immer ein Ort der Sehnsucht: der Traum vom palmengesäumten Pazifik-Paradies. Sieben Millionen Touristen reisen jedes Jahr zu den Inseln. Die Reihe "Hawaii - Inside Paradise" enthüllt, was die meisten von ihnen nicht sehen: faszinierende Landschaften und magische Orte jenseits der Klischees.
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